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NLB: Rebells empfangen Berner Oberland


Do, 07.12.2006

Nach dem Cupspiel vergangener Saison, und nach dem Startspiel in der laufenden Saison, welche die Oberwiler beide zu ihren Gunsten entscheiden konnten, treffen die Rebells nun zum dritten Mal auf den SHC Berner Oberland.

Ende Saison 2004/05 vermochten die Oberländer trotz dem Duo Häni/Kaltenrieder den Abstieg aus der obersten Liga nicht zu verhindern.
Und auch in der vergangenen Saison kam man nicht über einen verhaltenen 5. Platz in der NLB weg.
Dafür errang man neben dem Feld einen grossen Sieg. Der SHC Berner Oberland ist das erste Team der Schweiz, der seine Meisterschaftsspiele in einer Halle austragen kann.
Nach der Auflage des SSHA betreffend Mindestmasse der Spielfelder, sah es zunächst sehr düster aus für die Berner, bis sich die Möglichkeit ergab, eine Rollhockey-Anlage mitbenützen zu können.

Eher verhaltene Saison bisher der Oberländer

Die aktuelle Klassierung des SHC Berner Oberland verwundert doch ein wenig.
Aufgrund der Zuzüge der beiden bestandenen NLA-Spieler Feuz und Trachsel, durfte ein Rang unter den ersten 3 durchaus erwartet werden.
Diese Ansicht teilt auch der Coach der Berner Oberländer, Hans-Ruedi Zenger: ?Gewiss, mit diesen beiden Transfers strebten wir eine Platzierung ganz vorne an. Feuz und Trachsel haben sich sehr gut ins Team integriert, und haben die Erwartungen absolut erfüllt.Doch leider können wir nicht unter optimalen Voraussetzungen trainieren. Je ein Training in Unterseen und Wimmis sind nicht gerade ideale Voraussetzungen für den Spielbetrieb. Man hat Mühe, so den Rhythmus zu finden, weil Grösse, Banden und Belag halt ganz unterschiedlich sind.?

Auch ist das Kader der Berner Oberländer nicht sehr breit, eine 2. Mannschaft existiert nicht. Ausfälle werden sogleich aus der Junioren-Abteilung kompensiert, und auch da hat man ein Handicap aufzuweisen, absolviert diese ihre Meisterschaft in der SK 3.

Für das kommende Meisterschaftsspiel gegen Oberwil sieht er die Zuger aber nicht nur deswegen als Favorit.
?Die Rebells sind sehr heimstark, und haben sich mittlerweile gut an das Niveau der NLB angepasst. Vor 10 Tagen hätte ich trotzdem 2 Punkte in Oberwil budgetiert, aber nachdem David von Bergen und Marco Trachsel verletzungsbedingt ausfallen, entsteht eine völlig neue Konstellation, und somit wären wir nun auch mit einem Punkt zufrieden. Kommt hinzu dass nebenbei noch 2 weitere Spieler im Militär weilen, und so einen Trainingsrückstand aufweisen. Wir erwarten ein offensiv ausgerichtetes Oberwil, dass seinem Heimpublikum etwas bieten will? so der 36 jährige Coach, der bereits in seiner 6. Saison an der Bande der Oberländer steht.

Etwas zuversichtlicher sieht Zenger trotzdem der Rückrunde entgegen, bestreiteten die Oberländer in den vergangenen Runden vorwiegend Auswärtsspiele. Nun werden sie vermehrt in den Genuss der Heimspiele kommen, wo man dann mit Sicherheit die Vorteile in den eigenen Reihe haben wird.

Mühe mit der Favoritenrolle

Goran Nisevic ist ebenfalls überrascht ab der Platzierung der Berner: ?Mit Beni Kaltenrieder und David von Bergen haben die Oberländer Leute in ihren Reihen, die Spiele im Alleingang entscheiden können. Mit Trachsel und Feuz konnte das Team zusätzlich noch verstärkt werden. Von dem her, sehe ich es schon überraschend, die Oberländer nicht weiter vorne in der Tabelle anzutreffen.?

Für das Spiel am Samstag sieht auch Nisevic sein Team in der Favoritenrolle.
Nicht zuletzt, weil man die letzten beiden Spiele für sich entscheiden konnte (Cup 2005 & Hinspiel im September).
?Wenn der Besserplatzierte zuhause spielen kann, ist das ein psychologischer Vorteil. Zwar setzt man sich damit etwas unter Druck, aber damit muss man leben können.?

Trotzdem tun sich die Oberwiler schwer mit der Favoriten rolle.
Gegen Cham kam man nur sehr mühselig zu beiden Punkten, und zuletzt musste man gar einen Punkt beim vorletzten Diabla im Wallis lassen.

Der 16 jährige Stürmer kennt das Rezept, mit dem man gegen die Oberländer die Punkte einfahren kann: ?Wir müssen von der Defensive bis zur Offensive kompakt auftreten, und Ruhe und Geduld bewahren. Vor allem müssen wir ab der 1. Minute präsent sein, und dem Gegner nicht zuviel Freiraum gewähren. Spieler wie Beni Kaltenrieder würden solche Fahrlässigkeiten sofort ausnutzen.?

Auch wenn Nisevic davon überzeugt ist, beide Punkte einzufahren, will er nichts von Übermut oder Überheblichkeit wissen: ?Wenn man in die Playoffs will, sollte man die Heimspiele gewinnen, egal wie der Gegner heisst. Mit Überheblichkeit hat dies überhaupt nichts zu tun.?

An der Einstellung der Rebells wird es sicher nicht mangeln, allen voran nicht bei Goran Nisevic. Der pflegeleichte Musterspieler strotzt vor Selbstvertrauen, und wird sich auch in diesem Spiel für sein Team zerreissen. So wie er es immer tut, selbst ausserhalb des Spiebetriebs.


Oberwil wieder mit Emir Mehmedovic und Kevin Schnüriger

Nach überstandenen Verletzungen kehren Emir Mehmedovic und Kevin Schnüriger wieder ins Team zurück. Auch kann das Coachingteam auf den RS-Absolvent Oliver Marty zählen.
Fehlen werden hingegen Andreas Eicher (besonderes),Mike Häusler, sowie noch die wegen der RS lange Zeit abwesenden Michael Hübner und Roland Iten.

Samstag 10.12.2006 14:00

NLB
Oberwil Rebells vs. SHC Berner Oberland

Schulhausplatz Oberwil

SR: Red Bears Cham


Autor Marc Nömitz

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