News

Wenn Roger Sidler Hühnerhaut bekommt!


Do, 01.02.2007

Interview mit Roger Sidler
Roger Sidler, Verteidiger der Oberwil Rebells, nimmt Stellung zu den letzten Spielen und spricht über die nächsten Ziele seiner Mannschaft. Der 24-jährige Zuger weiss, wo der Hebel anzusetzen ist, um an den vergangenen Erfolgen anzuknüpfen. Thema im Gespräch waren aber auch mögliche Angstgegner, Prognosen über die Playout-Teilnehmer und Streethockey-Nostalgie.

Die letzten Auftritte in Belp und Bonstetten sind nicht zu vergleichen mit
den vorangegangenen, wo muss das Team ansetzen?

Sidler: Ich denke nach den letzten beiden Spielen müssen wir eine Reaktion
in Form einer klaren Leistungssteigerung zeigen! Wir müssen zu unserem
gewohnten Tempospiel zurückfinden und den Gegner und vor allem den
gegnerischen Torwart viel mehr beschäftigen. Wir gewährten den Gegnern zu
viel Freiraum in der Offensive und müssen deshalb in der Defensive wieder
kompakter und näher bei den Kontrahenten stehen.

Gibt es Gründe für die minimalistischen Auftritte?

Sidler: Wir müssen uns wieder mehr auf uns und nicht auf das Geschehen
rundherum konzentrieren, mich eingeschlossen! Zwar wurden in Belp die Blöcke
zu Testzwecken immer wieder neu gemischt, trotzdem blieben wir weit unter
unseren Möglichkeiten.

Lässt die Oberwiler Dominanz nach?

Sidler: Nein, eine mässige Leistung hat in den letzten beiden Spielen
gereicht, um je zwei Punkte einzufahren, was schliesslich auch das
Wichtigste ist. Ich denke das liegt vor allem daran, dass wir 3 starke
Linien haben, wo andere Mannschaften doch stark von einzelnen Spielern oder
einem Block abhängig sind. Ausserdem verfügen wir über ausgezeichnete
Special Teams (Power-/Boxplay).

Das heisst, die Rebells sind nach wie vor auf dem Weg zum Quali-Sieg?

Sidler: Eigentlich schon, aber so eine mässige Leistung kann auch mal ins
Auge gehen, was wir natürlich verhindern wollen. Wir wissen, dass Aegerten
an einem guten Tag ein zäher Gegner sein kann, der uns sehr viel abverlangt.
Fest steht, dass wir einmal mehr klarer Favorit sind und alles versuchen
werden, wieder 2 Gänge zuzulegen!

Das Rennen um die Playoff-Plätze verläuft spannend wie schon lange nicht
mehr, wer wird in die Playouts tauchen müssen?

Sidler: Schwierig zu sagen - ich tippe auf Seetal und Bettlach

Gibt es einen Wunsch-Gegner oder sogar ein Angst-Gegner für die
Playoff-Viertelfinals?

Sidler: Nein. Oberstes Ziel ist es, den Titel zu verteidigen, egal gegen wen wir spielen werden!

Oberwil wurde zweimal Cupsieger in Folge, welche Bedeutung hat die
Titelverteidigung für Dich und die Rebells?

Sidler: Einen Titel zu gewinnen ist natürlich immer schön. Die Verteidigung des Cups gehört ebenfalls zu unseren Zielen. Wir wollen unsere Serie der Ungeschlagenheit seit Wiedereinführung des Cups aufrechterhalten. Und dreimal hintereinander den Cup zu gewinnen wäre sicherlich für jeden einzelnen etwas sehr Spezielles.

Du hast mit den Rebells schon fast alles gewonnen, wie sehen die weiteren
Ziele aus?

Sidler: Wie bereits erwähnt streben wir das Double (Meisterschaft, Cup) an. Ein weiterer Traum wäre natürlich der Europacup. Dieser ist allerdings noch weit entfernt und im Moment zweitrangig.

Gibt es ein Spiel, das in den Erinnerungen zuoberst steht?

Sidler: Da gibt es sehr viele Erinnerungen. Um mich auf die 3 wichtigsten zu beschränken:
1. Meistertitel nach dem 2-9 gegen Grenchen. Aus meiner Sicht das beste Spiel seit ich bei den Rebells bin.
2. Cupsieg in Wimmis. Die Stimmung in der Herrenmatt-Halle zaubert mir heute noch "Hühnerhaut" auf die Arme wenn ich daran denke.
3. Bettlach - Oberwil 6:7 in einem Nati B Meisterschaftsspiel. 3-6 geführt, durch Strafen und Ausfälle noch 6 Feldspieler im letzten Drittel, Bettlach gleicht zum 6-6 aus, wenige Minuten vor Schluss schiesst uns Marco Schuler zum Sieg!

Autor Olivier Stemmle

Sponsors