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6. Rang für die Schweiz an der WM


Fr, 15.06.2007

Wenn man sich selber im Wege steht!

Nach der 0:5 (0:3, 0:1, 0:1) Niederlage gegen Portugal belegt die Schweiz im Schluss-klassement den 6. Platz. Aufgrund der gezeigten Leistungen eine berechtigte und ver-diente Klassierung.

Die Schweizer starteten ähnlich furios wie gegen Grossbritannien. Im Vergleich zum letzten Spiel zeigte sich jedoch sehr schnell, dass es sich dabei lediglich um ein Strohfeuer von zwei Minuten handelte, weil sich der Torerfolg nicht einstellte. Die Portugiesen, die vor allem läu-ferisch überzeugt haben, zogen anschliessend ihr Spiel auf und schnürten die Schweizer während Minuten in der eigenen Zone fest. Unvermögen der Iberer, wache Reflexe von Tor-hüter Weber und (noch) gute und konsequente Störarbeit in der Verteidigung verhinderten einen frühzeitigen Rückstand. Nachdem der erste Ansturm schadlos überstanden war, traten die Eidgenossen nach 8 Minuten offensiv wieder etwas stärker in Erscheinung. Mitten in die-se kurze Sturm- und Drangperiode fiel jedoch - aus keinem zwingenden Angriff - der Füh-rungstreffer der Portugiesen. Der Schock bei den Pico-Boys sass tief. Bevor man sich davon erholte, nutzte der Gegner die Lethargie der Schweizer zum 2:0 aus, wobei der Treffer an der Grenze der Regularität war. Die letzte Hoffnung der Rot-Weissen, doch noch den fünften Schlussrang zu erreichen, wurde knapp vor Drittelsende zerstört, als sie die Portugiesen zu wenig eng markierten und diese ihre Freiheiten zum 3:0 ausnutzten.

Letztes Aufbäumen!
Mit Beginn des zweiten Drittels versuchten die Schweizer das Unmögliche noch möglich zu machen und dem Spiel eine Wendung zu geben. Der Wille war vorhanden, es fehlte jedoch die letzte Konsequenz und die notwendige Konzentration. Schade, dass nicht alle Spieler zu ihrer Normalform fanden. Das Schweizer Spiel war zudem geprägt von vielen individuellen Fehlern. Eine beruhigende und ordnende Hand ? der verlängerte Arm des Trainers ? suchte man vergebens. Eine bestimmte Verunsicherung, sicher aber nicht matchentscheidende, löste auch das Schiedsrichterpaar aus, das nicht über allen Zweifeln stand.

Mannschaft verdient Kredit
Trotz Niederlage und erster Enttäuschung: Die Mannschaft hat sich gegenüber der WM 2005 nicht nur rangmässig, sondern vor allem spielerisch weiter verbessert. Dieser Mannschaft gehört die Zukunft, sie verdient Kredit, sie ist noch jung und weist Entwicklungspotenzial auf. Sie bildet auch eine Einheit auf und neben dem Feld. Eine ideale Ausgangslage für das Trai-nergespann Pico/Thalmann, welches den entscheidenden Beitrag zu dieser guten Klassie-rung geleistet hat.



Spielverlauf:
10:29 0:1 Araujo
11:33 0:2 Sousa
12:21 0:3 Concalves
25:21 0:4 Monteiro
42:02 0:5 Vieira


Mannschaftsaufstellung:
Weber (ab 31. Min: Sidler); Muchagato, Kunz; Rindlisbacher, Ramseier; van Orsouw, Rüeg-ger; Tapparel, Fuchs; Melliger, Stuppan, R.Strähler; Beiersdörfer, Stucki, Annen; Zuber, Ruppen, Tschanz; Y. Strähler, Hofmann, Masserey


Text: Peter Hofmann

Autor Olivier Stemmle

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