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WM: Kanada erneut Weltmeister


Mo, 18.06.2007

Streethockey WM 07 in Düsseldorf

In der Weltspitze platziert!

Die Schweiz hat die diesjährigen Weltmeisterschaften hinter Kanada, Tschechien, Slovakei, Italien und Portugal im guten 6. Schlussrang beendet. Gegenüber der WM 05 hat sie sich damit um zwei Plätze verbessert.

Das Mindestziel dieser Weltspiele war der Klassenerhalt. Der Appetit kommt bekanntlich mit dem Essen; so setzte man sich im Verlaufe des Turniers das Ziel, Italien zu schlagen und unter die vier Besten der Welt einzuziehen. Kein unmögliches Unterfangen, wenn alle Faktoren zusammenspielen.

Mannschaft verdient Kredit
Wer keine Ziele setzt, wird auch keine erreichen! Dass sich am Schluss der WM eine leise Enttäuschung bei den Schweizern breit machte, ist nachvollziehbar, denn eine (noch) bessere Platzierung wäre möglich gewesen. Noch fehlt jedoch die Cleverness, die es an solchen Spielen braucht sowie einige zusätzliche Spielerpersönlichkeiten, die das Spiel gestalten und ?lesen? können. Fazit bleibt aber: Die junge Mannschaft hat sich gegenüber der WM 2005 nicht nur rangmässig, sondern vor allem spielerisch weiter entwickelt und verbessert. Ihr gehört die Zukunft, sie verdient Kredit, sie weist Entwicklungspotenzial auf, sie bringt vielen guten Willen und auch eine Prise jugendlicher Frech- und Wildheit mit sich. Zudem bildet sie auf und neben dem Spielfeld eine Einheit.

Verband ist gefordert
Für das Trainergespann Pico/Thalmann, welches den entscheidenden Beitrag zu dieser Klassierung geleistet hat, eine ideale Ausgangslage für die Zukunft. Nun ist auch der nationale Verband gefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich das Team weiter entwickeln kann. Wichtig sind vor allem internationale Vergleiche, die intensiviert werden müssen ? es gilt aber auch die Strukturen im Verband zu überdenken und zu erweitern., so muss dringend das Produkt Schweizer Streethockey, das mitten in der Weltspitze platziert ist, national besser und breiter vermarktet werden.
In diesem Zusammenhang tragen die ersten Bemühungen der Schweizer Delegation bereits Früchte: Im Sommer 2008 werden die Pico-Boys an einem Sechs-Länder-Turnier in der Slowakei teilnehmen.

Starke Zuger Vertretung
Die beiden Neulinge in der A-Mannschaft, Patrick Annen und Patric Beiersdörfer, spielten an dieser WM 07 ebenso stark auf wie die anderen sechs Zuger. Zusammen mit Raphael Melliger, liessen sie sich viele Skorerpunkte gutschreiben, wobei sie dabei von der starken Aufbauarbeit von Nick van Orsouw, Dean Stuppan, Thomas Bossard und Ursign Hofmann unterstützt wurden, während Stephan Sidler mit wachen Reflexen die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung brachte. Die Schweizer überzeugten durch unbändigen Kampfwillen, körperbetonte, aber faire Spielweise und ihre beeindruckende Kondition. In entscheidenden Phasen fehlte jedoch die Abgeklärtheit: anstatt Ruhe und Cleverness zu wahren, dominierten Hektik und Ungenauigkeit das Spiel der Schweizer.

WM 09 in Pilsen (Tschechien)
Die Platzierung der WM 07 bildet die Grundlage für die nächste Weltmeisterschaft. In Pilsen wird die Schweiz in der Vorrunde auf Tschechien, Slowakei und Pakistan treffen.

Die Resultate der Schweizer: Portugal 2:2; Kanada 1:6; Tschechien 2:5; Griechenland 5:2; Italien 3:7; Grossbritannien 12:1, Portugal 0:5.

Text: Peter Hofmann

Autor Olivier Stemmle

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