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Rebells verlieren den Spitzenkampf


So, 28.10.2007

Oberwils lange Serie der Ungeschlagenheit hat in Sierre ihr Ende gefunden. Ein Einbruch im Schlussabschnitt kostete den Rebells den Sieg.

Sie gingen mit 0:3 in Führung und sie lagen auch nach 40 Minuten noch mit 2:4 vorne, trotzdem mussten sich die Rebells letztlich geschlagen geben. Sierre verdiente sich mit einer enormen Steigerung und 5:0 Toren im Schlussabschnitt die Punkte. Zuvor hatten die Zuger das Spiel über weite Strecken im Griff. Bei numerischem Gleichstand kontrollierten die Rebells den Ball und Gegner. Probleme bekundeten sie aber mit den Überzahl- bzw Unterzahlsituationen, was schliesslich den Unterschied ausmachte. Bestraft wurden beide Mannschaften genau gleich viel, im Powerplay machten die Gäste aber keine gute Falle, die magere Ausbeute von einem Überzahltor steht jener der Lions mit drei Treffern gegenüber.

Eine Frage der Konzentration
„Das Überzahlspiel der Rebells war mangelhaft“, bestätigte auch Rebells-Trainer Vilo Solomànyi. Er wies aber darauf hin, dass auch etwas das Glück fehlte. Zahlreiche Abschlussversuche prallten an Pfosten und Latte ab. Schönreden will Solomànyi jedoch überhaupt nichts: „Es fehlte die Konsequenz in den Zweikämpfen und dem Gegner wurden viel zu viele Freiräume gewährt. Was auch eine Frage der Konzentration war“. Die Zuger wurden mit einer Situation konfrontiert, die ihnen nur noch schleierhaft bekannt ist. Mit den Sierre Lions stand ihnen eine Mannschaft gegenüber, die sich trotz Rückstand nicht unterkriegen liess. Im Gegenteil, Sierre konnte das Blatt sogar wenden und darauf hatte der Meister schlicht keine Antwort mehr parat. Das Spiel kippte spätestens in der 54. Minute als innert 32 Sekunden erst der Ausgleich und anschliessend das erste Führungstor der Lions fielen. Danach gerieten die Gastgeber vor eigenem Anhang in einen Spielrausch, die weiteren Tore zum 7:4 Endergebnis waren die logische Folge.

Der Kreis schliesst sich
Gross war die Erleichterung auf Walliser Seiten, wohl auch in der übrigen Streethockey-Schweiz – die Rebells sind also doch nicht unbezwingbar. Bei den Rebells hielt sich die Enttäuschung ob der abgerissenen Erfolgsserie in Grenzen, schliesslich war immer klar, dass irgendwann diese Niederlage kommen müsse. Sie ist nun an derselben Stätte gekommen, wo die Rebells auch zuvor zum letzten mal unterlagen, nach fast zwei Jahren der Ungeschlagenheit schliesst sich somit der Kreis in Sierre wieder. Unzufrieden waren die Rebells aber durchaus, versuchten aber das positive daraus zu ziehen. Mathias Beiersdörfer ist froh, dass „wir nun wieder auf dem Boden der Realität gelandet sind. Wir sind die Aufgabe zu locker angegangen“ Sie haben sich viel vorgenommen und trotzdem hat die Einstellung zum Spitzenspiel nicht gestimmt. „Es ist es gut, dass wir für unseren Auftritt bestraft wurden“, fand Captain Roger Sidler deutliche Worte und fügt an: „Um ein Kaliber vom Format der Lions zu bezwingen, muss jeder alles geben, dies gilt auch für die Rebells.“

Sierre Lions – Oberwil Rebells 7:4 (0:2, 2:2, 5:0)
Sierre, 200 Zuschauer. - SR: Burren/ Cartagena. – Tore: 12. Stuppan (Kapànek) 0:1. 18. van Orsouw (Bossard/ Ausschluss Muchagato) 0:2. 26. Stuppan (Merz) 0:3. 31. Meier (Duc, Hossinger/ Ausschluss Bossard) 1:3. 28. Muchagato (Hossinger, Duc/ Ausschluss Bossard) 2:3. 36. Melliger (van Orsouw/ Ausschluss Bossard!) 2:4. 46. Crettaz (Meier) 3:4. 54. (53:15) Muchagato (Duc) 4:4. 54. (53:37) Hofmann (Crettaz) 5:4. 57. Hossinger (Schildknecht) 6:4. 59. Hossinger (Muchagato/ Ausschluss P. Beiersdörfer) 7:4. – Strafen: 6-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (Tapparel) gegen Sierre. 6-mal 2 Minuten plus 1-mal 10 Minuten (van Orsouw) gegen Oberwil. – Sierre: Bollinger; Crettaz, Tapparel, Hofmann, Meier; Hossinger, Muchagato, Duc, Schildknecht; Zuber, Stefan Ruppen, Sermier, Masserey; Heynen, Christian Ruppen, Metroz, Häni. Oberwil: Stephan Sidler; van Orsouw, Demiriz, Annen, Patric Beiersdörfer; Roger Sidler, Kapànek, Stuppan, Melliger; Mathias Beiersdörfer, Bossard, Trütsch, Merz; Weingartner. Bemerkungen: Oberwil ohne Mathias Häni (Urlaub), Marco Bütler (gesperrt) und Patrick Döbeli (verletzt).

Autor Marco Röösli

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