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Schwierige Aufgaben für Oberwil


Fr, 30.11.2007



Mit einem Sieg über Grenchen wollen die Rebells auf die Siegerstrasse zurückkehren. Geschwächt durch zahlreiche Absenzen ist dies kein leichtes Vorhaben.

Zuletzt gestrauchelt beim Playoff-Finalgegner Bonstetten, ist die neue Saison bisher nicht nach Wunsch des Meisters gelaufen. Zum Abschluss der Hinrunde spielen die Zuger heute gegen Grenchen. Dabei geht es in erster Linie um den zweiten Tabellenplatz. Die Leaderposition ist für beide ausser Reichweite, Sierre weist bereits einen Vorsprung von sechs Punkten aus.

Rebells unter Druck
Grenchen hat sich nach einer Auszeit mit Playout-Teilnahme in dieser Saison an der Spitze zurückgemeldet und ist mit einem Spiel weniger vor den Rebells klassiert. Das Spiel in Oberwil ist eine weitere Bewährungsprobe für die Solothurner, nachdem sie in Sierre und im letzten Spiel ebenfalls gescheitert sind. Noch um viel mehr geht es für den Meister. Eine weitere Niederlage würde nicht nur am ohnehin schon angekratzten Selbstvertrauen nagen, sie hätte auch negative Folgen in der Rangierung und wohl auch direkte Auswirkung auf die spätere Verteilung der Playoff-Plätze. Zündstoff ist also gegeben, wenn sich Oberwil und Grenchen die Klingen kreuzen.
„Grenchen hat keine destruktive Spielweise, sie suchen wie wir stets mit Zug den Weg zum Tor. Es wird auf beiden Seiten ein sehr offensives Spiel geben,“ prognostiziert der slowakische Nationalspieler Tibor Kapànek.

Fünf Verteidiger fehlen
Dass die Zuger bei weitem nicht komplett antreten können, steigert den Schwierigkeitsgrad erheblich. Der Meister hat so viele Absenzen wie schon lange nicht mehr zu beklagen und wird mit dem übrigbleibenden Rumpfkader auf eine mit Gewissheit bis in die Haarspitzen motivierte wiedererstarkte Grenchner Mannschaft treffen. Dean Stuppan, Thomas Bossard, Marco Bütler, Roger Sidler (alle verletzt), Mathias Häni (Urlaub) und Mathias Beiersdörfer
(Beruf) stehen nicht zur Verfügung. Mit fünf abwesenden Verteidigern ist vor allem die Abwehr geschwächt, dies wird einige Umstellungen erfordern.
Kapànek lässt sich aber nicht beunruhigen und schaut nach vorne: „Für die jüngeren Spieler bietet das Spiel eine gute Chance, sich zu beweisen.“ Zurück im Team ist dafür ein Leistungsträger der letzten Jahre. Nachdem er aus schulischen Gründen noch nicht in die Meisterschaft eingreifen konnte, kommt Patrick Wismer heute erstmals zum Einsatz.

Oberwil II gegen Bern
Am Sonntag (14:00) empfängt die 2. Mannschaft Oberwils den SHC Bern 99, der mit sieben Punkten Vorsprung ganz vorne mitmischt. Das Punktesammeln fällt dem Oberwiler NLB-Team nicht mehr so einfach wie in der vergangenen Spielzeit, als sie erst im Playoff-Final gebremst werden konnten. Gegen das aufstiegsambitionierte Team aus der Hauptstadt haben die Zuger allerdings schon letzte Saison nicht gewinnen können. Und auch diesmal tragen sie nicht die Rolle des Favoriten, die Substanz für den ersten Sieg ist aber durchaus vorhanden.

Autor Olivier Stemmle

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