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Vermeintlich leichte Aufgabe für den Meister


Fr, 07.12.2007

Oberwil will gegen Bettlach der Leistung vom Sieg über Grenchen anknüpfen. Alles andere als der Gewinn des Punktepaares wäre eine weitere Enttäuschung für die Rebells.

Eindrücklich zeigte der Meister zuletzt, dass er gerade dann aufdrehen kann, wenn er unter Druck geraten ist. Mit einer gewissen Schadenfreude sah die Streethockeyschweiz beim Dominator der letzten Jahre bereits die ersten Zerfallserscheinungen. Zu Unrecht, die Reaktion auf das Zwischentief folgte im Grenchen-Spiel auf heftigste Art und Weise mit einem diskussionslosen 13:4 Heimsieg.

 Von der Theorie zur Praxis

Schnell wird dieser Erfolg allerdings nutzlos, wenn die Zuger bald wieder verlieren sollten. „Das gegen Grenchen war ein gutes Spiel. Die positive Reaktion auf die kleine Krise muss aber weitergehen,“ analysiert Spielertrainer Tibor Kapànek die Situation. Bettlach ist der nächste Gegner der Rebells. Ein Gegner, welchem sie letztmals vor über drei Jahren noch in der NLB unterlegen waren. Seither gingen in je drei Spielen in Cup und Meisterschaft jeweils die Oberwiler als Sieger hervor. Wenn auch die Überlegenheit der Rebells in dieser Saison (noch) nicht unbestritten ist, gegen den zweitletzten der Tabelle sind die Rollen klar verteilt. Trotzdem, oder vielleicht gerade darum sind die Rebells am Sonntag (14:00) in Bettlach angehalten, den Gastgeber nicht zu unterschätzen. „Natürlich sind wir der haushohe Favorit,“ sagt Kapànek und relativiert auch gleich: „Dass wir besser sind, müssen wir auf dem Feld beweisen, erst dann stimmt die Theorie mit der Praxis überein. Jedes Spiel beginnt bei Null“. Der Slowake ist sich der heimtückischen Aufgabe bewusst, schliesslich haben die Solothurner nichts zu verlieren, die Rebells hingegen viel.

Wieder mit Stuppan und Sidler

Etwas gelichtet hat sich die lange Liste der Verletzten. Dean Stuppan, Roger Sidler sind wieder einsatzfähig und auch Mathias Beiersdörfer steht wieder zur Verfügung. Weiterhin verzichten müssen die Rebells auf die beiden verletzten Verteidiger Thomas Bossard und Marco Bütler, sowie auf den Junioreninternationalen Patrick Döbeli (krank) und Altstar Mathias Häni (Urlaub). Die in der breite sehr gut besetzte Oberwiler Mannschaft muss aber auch ohne diese Akteure den Sieg anpeilen, ein Scheitern wäre eine weitere grosse Schmach.

Wundertüte Oberwil II

 Das Oberwiler NLB-Team spielt morgen Samstag (14:00) auswärts gegen Alchenflüh-Burgdorf um Punkte. Dem NLB-Vizemeister fehlt es momentan noch an Kontinuität, eine wahre Wundertüte sind Oberwils „Reservisten“. Konstant ist bisher einzig die Unkonstanz, so gewannen die Rebells zuletzt überraschend hoch mit 14:4 über den Aufstiegsaspiranten Bern 99 und zuvor setzte es eine 3:5 Auswärtsniederlage beim Aufsteiger Worblaufen ab. Gegen Alchenflüh erwartet die von Daniel Rast trainierten Oberwiler eine Aufgabe, dessen Ausgang völlig offen ist. Nur einen Punkt beträgt Oberwils Vorsprung auf die Emmentaler, die eine Partie weniger absolviert haben.

Autor Olivier Stemmle

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