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Heimserie in Gefahr


Fr, 14.12.2007

 

Der Titelhalter Oberwil ist ins Straucheln geraten und die Konkurrenz hat Morgenluft gewittert. Als nächster Jäger ist morgen Samstag (14:00) der SHC Martigny Gast der Rebells.

 

Schmerzlich mussten die Oberwiler in der ersten Saisonhälfte feststellen, dass ihre Dominanz im schweizerischen Streethockey schwer angekratzt ist. Lange ist das Palmarès des Meisters geworden und auch in die laufende Spielzeit startete er als Favorit auf die Titel. Wofür er die Bestätigung allerdings bisher noch schuldig geblieben ist. Es setzte die ersten Niederlagen seit Jahren ab und auch bei den siegreichen Auftritten mochten er nicht durchgehend zu überzeugen. Einziger wirklicher Glanzpunkt war der Kantersieg zuhause über Grenchen. Folglich thront der grosse Herausforderer Sierre auf der Leaderposition, welche die Rebells aus eigener Kraft bereits nicht mehr stürzen können. Die hohe Zielsetzung ob diesen Umständen bereits zu überdenken, ist aber noch lange nicht angebracht. Nach wie vor haben die Rebells alle Möglichkeiten offen, das Double erneut zu verteidigen. Wenn es auch noch etwas früh ist, bereits darüber zu spekulieren, so leicht werden die Zuger in dieser Saison nicht durchmarschieren. Die Konkurrenz hat dem Ligakrösus den Kampf angesagt.

 

Zurück zur Konstanz

Umso mehr wird es Zeit, dass sich die Zuger ihrer Stärken besinnen. Mitunter ist die Konstanz einer dieser Komponenten, welcher derzeit etwas abhanden gekommen ist. Spielertrainer Tibor Kapànek kennt das Erfolgsrezept: „Nimmt jeder seine Aufgabe zu 100% wahr, dann werden wir gewinnen.“ Auf dem Weg zurück auf die andauernde Siegerstrasse könnte der nächste Gegner Martigny eine gelegene Aufgabe darstellen. Die Unterwalliser sind bekannt als Stimmungsmannschaft, die an einem guten Tag alles schlagen kann, für die Rebells in den vergangenen Spielen aber nie ein Problem bedeutete. Gelingt es den Oberwilern, dem Spiel wieder den eigenen Stempel aufzudrücken, muss die Frage nach dem Sieger gar nicht erst gestellt werden. Passen sie sich aber erneut des Gegners Spiel an, steigt die Gefahr, dass sie zum ersten mal seit bald drei Dutzend Monate zuhause tauchen werden. Angesichts der dicht gedrängten Tabelle, die Rebells besetzen derzeit den zweiten Platz, ist jeder weitere Punktverlust mit mutmasslichen Spätfolgen was die Belegung der Playoff-Plätze betrifft verbunden. Die positive Stimmung in der Mannschaft verspricht einiges. Kapànek spricht von grosser Leidenschaft, die sie zeigen wollen. „Die Freude ist wieder da, wir werden gewinnen“, sagt Patrik Annen optimistisch und hat gleich ein Loblied für den Trainerstaff bereit: „Wir haben gut gearbeitet in den Trainings, welche optimal vorbereitet und gestaltet wurden. Sie waren intensiv und das Tempo sehr hoch.“

 

Neuauflage des NLB-Finals

Zur Neuauflage des letzten NLB Playoff-Final kommt es am Sonntag (14:00) in Oberwil. Die Oberwiler „Edelreservisten“ empfangen den SHC La Chaux-de-Fonds. Die Neuenburger konnten diese Serie für sich entscheiden, scheiterten dann aber in den Auf-/ Abstiegsspielen an den Seetal Admirals. Ähnlich wie die Rebells kann auch La Chaux-de-Fonds nicht zufrieden sein mit dem bisherigen Saisonverlauf. Sie liegen auf dem enttäuschenden vierten Platz zurück. Der Rückstand auf Leader Langenthal beträgt jedoch bloss einen Punkt und auf die sechstplazierten Oberwiler weisen die Romands ein Polster von vier Zählern auf.

Autor Olivier Stemmle

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