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Gastspiel des verlorenen Sohnes


Do, 24.01.2008

Der Meister Oberwil empfängt den Leader Sierre. Das Gipfeltreffen steht auch im Zeichen des Duells zweier ehemaliger Weggefährten.

Im Gleichschritt lancierten sie ihre Streethockey-Karriere, bei den Rebells, wie in den verschiedenen Nachwuchs-Auswahlen und heute zählen die beiden 20-jährigen zu den vielversprechendsten Youngstars in der Szene. Teamkameraden sind sie seit dieser Saison allerdings nur noch in der A-Nationalmannschaft. Severin Meier hat die Farben gewechselt und gastiert morgen Samstag mit Sierre an seiner alten Wirkungsstätte. Sein ehemaliger Weggefährte und Freund Raphael Melliger freut sich auf das spezielle Duell, stellt aber auch gleich klar: „Von meiner Seite werden keine Geschenke verteilt!“

Appell an die Disziplin

„Den Gegner früh unter Druck setzen“, heisst Melligers Rezept für den Spitzenkampf und er ist sich einig mit Spielertrainer Tibor Kapànek, dass sie sich möglichst keine Strafen leisten dürfen. „Im Powerplay sind die Lions stark“, weiss Kapànek über den Gegner Bescheid und erwartet ein gutes, spektakuläres Spiel: „Die beiden besten Mannschaften der Schweiz messen sich, das verspricht viel.“ Wahrhaftig ist das Gipfeltreffen von hoher Bedeutung, nur mit einem Sieg können die Zuger Sierres Platz auf dem Qualifikations-Thron allenfalls nochmals ins Wanken bringen. Vor allem wollen die Rebells nach erheblichen Leistungsschwankungen endlich mal wieder mit einem grossen Auftritt glänzen.

Playoff-Hauptprobe

„Unsere Mannschaft ist sehr gut bestückt, wenn jeder sein Potential ausschöpft, können wir einen wichtigen Erfolg feiern“, sagt Kapànek mit Zuversicht. Und Melliger spricht schon von vorgezogenen Playoff-Start: „Das Sierre-Spiel ist quasi die Hauptprobe.“ Die Einstellung im Umfeld scheint zu stimmen und hinterlässt den Eindruck, dass die Rebells den Lions gut vorbereitet entgegentreten werden. Trotz der mit der anstehender Aufgabe verbundenen Ernsthaftigkeit verliert der Ex-Oberwiler Meier seinen typischen trockenen Humor nicht: „Es ist sicher speziell in Oberwil zu spielen und nicht Favorit zu sein!“ Es sei schon fast wie ein Heimkommen, sagt Meier und freut sich auf den Hexenkessel Oberwils.

Premiere in der Herti

Die Tage dieses Hexenkessel sind jedoch bereits angezählt, am Sonntag findet das erste ausquartierte Spiel im aufgerüsteten Provisorium in der Herti zwischen Curling- und Sporthalle statt. Zu ehren dieser Premiere wird das Zuger Derby zwischen den NLB-Teams Oberwil II und den Red Bears Cham ausgetragen. Einen Punkt und zwei Tabellenränge beträgt Chams Vorsprung auf die Rebells. Der Sieger wird sich langsam mit dem Anschluss an die Ranglistenspitze befassen können. Wie immer im Zweikampf der beiden kantonalen Rivalen steht aber die mit dem Sieg zusammenhängende Ehre und nicht die Punkte an sich im Vordergrund. Und da haben die Rebells nach der 6:7 Niederlage im Hinspiel in Hagendorn noch eine Rechnung zu begleichen.

Die Spiele vom Wochenende:

NLA, 14. Runde:

Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107 (Sa, 14 Uhr, Schulhausplatz Oberwil)

NLB, 12. Runde:

Oberwil Rebells II – Red Bears Cham (So, 14 Uhr, Herti, Zug)

A-Junioren I, 13. Runde:

Oberwil Rebells – SHC Grenchen-Limpachtal (Sa, 10 Uhr, Schulhausplatz Oberwil)

Autor Olivier Stemmle

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