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Finaleinzug als Geburtstagsgeschenk


Do, 21.02.2008

An seinem Geburtstag spielt Patrik Annen mit den Oberwil Rebells am Samstag um den vierten Cupfinal-Einzug in Serie.

Patrik Annens Weg führte vom SHC Bonstetten-Wettswil ausgehend über die 2. Mannschaft Oberwils ins Fanionteam. Ausschlaggebend für seinen internen Aufstieg war nicht zuletzt ein starker Auftritt beim ersten Oberwiler Cupsieg vor vier Jahren. Je zwei Titelgewinne in Cup und Meisterschaft sind inzwischen dazugekommen, Annen war somit an allen Erfolgen der jüngsten Vergangenheit beteiligt. Und dies mit beachtlichem statistischem Erfolg: In 76 Spielen für die Rebells erreichte Landschaftsgärtner Annen die starke Marke von 93 Scorerpunkten (49 Tore/ 44 Assists).

Der Nationalspieler
Das bei seinem ehemaligen Verein Bonstetten offensichtlich nicht wahrgenommene Potenzial Annens, blieb auch Nationalmannschaftstrainer Sébastien Pico nicht verborgen. Patrik Annen war an der WM 07 im deutschen Ratingen einer der torgefährlichsten Spielern der Schweizer Landesauswahl. Bei den Rebells hat er sich zu einem sicheren Wert entwickelt und trumpfte oft gerade dann auf, wenn eine Entscheidung auf dem Spiel stand. Mit mindestens einem Tor je Finalsieg im Cup hat er seinem Namen einen Eintrag in der Streethockey-Chronik gesichert. Die individuelle Klasse des Obfeldeners kommt innerhalb des Oberwiler Star-Ensembles natürlich nicht immer gleich zur Geltung. Trotz grossem Ehrgeiz ist Annen aber ein Teamplayer und will sich auch an seinem 26. Geburtstag in den Dienst der Mannschaft stellen: „Nur wegen meinem Geburtstag ist das Spiel gegen Martigny nichts besonderes. Ich werde mich auf meine Aufgabe konzentrieren und sehe das Team im Mittelpunkt.“ Er werde sich vorbereiten wie immer, sagt Annen, den angestrebten Sieg würde er allerdings gerne als Geburtstagsgeschenk entgegennehmen.

Gefährlicher Gegner
Wie Annen ist auch Torhüter Stephan Sidler davon überzeugt, dass die Rebells erneut in den Final einziehen können. Auf die leichte Schulter will Sidler den Halbfinal und Gegner Martigny nicht nehmen. „Das wird kein Spaziergang für uns,“ warnt Sidler und weist auf die Stärken des letzten Finalgegners hin: „Nominell sind die Walliser stark besetzt und sie werden mit Sicherheit kein Mittel scheuen, um wieder in den Final vorzustossen. Martigny ist eine Stimmungsmannschaft, sie ist gerade in solchen Spielen extrem gefährlich.“ Sidler weiss aber auch, was vorsorglich für den Erfolg zu treffen ist. „Gestehen wir ihnen nicht zu viele Powerplaymöglichkeiten ein und gelingt es uns das Spiel zu machen, dann werden wir gegen Martigny gewinnen.“ Entwarnung kann Sidler seinerseits geben. Zuletzt durch eine Schleimbeutelentzündung handicapiert, fühlt sich der Nationaltorwart wieder uneingeschränkt einsatzfähig. Nebst den für längere Zeit ausfallenden Raphael Melliger und Nick van Orsouw, wird der Titelhalter womöglich auch ohne den angeschlagenen Patrick Wismer auskommen müssen.

Autor Olivier Stemmle

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