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Christoph Stocker - ein pflegeleichter "Chrampfer"


Do, 17.04.2008

 

 

Christoph Stocker kämpft mit den Oberwil Rebells um den Playoff-Finaleinzug. Sein beeindruckender Aufstieg macht ihn sogar für die Nationalmannschaft zum Thema.

 

Erst vor fünf Jahren ist Christoph Stocker in den Streethockeysport eingestiegen. Aufgrund der Auflösung vom Stadzuger Verein Cormorants 97 wechselte er in die Oberwiler Juniorenabteilung und durfte mit den A-Junioren den Meistertitel feiern. Nach einer Auszeit kehrte er zurück in den Sport, spielte mit der 2. Mannschaft um den B-Meistertitel. Einzelne NLA-Einsätze leistete Stocker schon in den vorherigen Spielzeiten und während der laufenden Saison wurde er fix ins Fanionteam berufen. Nach Patrick Trütsch ist Stocker somit bereits der zweite Spieler aus jüngster Zeit, der das Sprungbrett 2. Mannschaft zum internen Aufstieg nutzte.

 

Interesse vom Nati-Coach

„Ein pflegeleichter ‚Chrampfer’ mit grossem Engagement,“ beschreibt Oberwils Sportchef Marc Némitz den 22-jährigen. Némitz’ Stolz über seinen Schützlings ist dabei nicht zu übersehen, es sei schön zu beobachten, wie sich der Spieler entwickelt hat. Und vollendet ist der Verteidiger noch lange nicht, sein grosses Potential aber ist unübersehbar. Aufgefallen ist dies auch Nationalmannschaftstrainer Sebastien Pico. Schon beim Cupfinal in Lenzburg sei Pico auf den Zuger aufmerksam geworden und beim Playoffspiel in Martigny habe sich der Nati-Coach über die Nummer 26 erkundigt, berichtet Némitz.

 

Pfeiler in der Defensive

„Es ist mir schon zu Ohren gekommen, so richtig einordnen kann ich dies aber nicht“, sagt der neuste Oberwiler Nationalmannschaftskandidat etwas zurückhaltend und führt weiter aus: „Der Reiz dafür ist natürlich vorhanden. Es gibt aber berufliche Ziele, die im Vordergrund stehen.“ Stocker ist ein ausgeglichener Spieler, der über sämtliche Qualitäten verfügt, um in der höchsten Liga zu bestehen. Er macht wenig Fehler, hat ein gutes Stellungsspiel und wurde damit zu einem wichtigen Pfeiler der Defensive. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten fühle er sich inzwischen gut integriert in Oberwils erste Mannschaft. „Anfänglich war der Druck schon sehr hoch, vor allem der selbst auferlegte“, schildert Stocker die ersten Trainings im NLA-Team, der Unterschied zur 2. Mannschaft punkto Leistungsbereitschaft sei enorm.

 

Meistertitel und Europacup

Stocker ist einer jener wenigen Spieler in Oberwils Mannschaft, der auf höchstem Niveau noch keinen Titel gewinnen konnte. Sein Hunger nach Erfolg ist noch nicht im geringsten gesättigt. Damit bringt er und auch Patrick Trütsch ein womöglich entscheidendes Element in die Mannschaft. „Nachdem wir im Cupfinal unterlagen, wollen wir jetzt natürlich den Meistertitel und die damit verbundene Europacup-Qualifikation“, definiert Stocker sein Ziel unmissverständlich. Mit einem Heimsieg am Samstag über den SHC Grenchen-Limpachtal wäre ein weiterer Schritt in die angestrebte Richtung getan.

 

NLA, Playoff ½-Final (best-of-three, 1. Spiel):

Oberwil Rebells – SHC Grenchen-Limpachtal (Sa 14 Uhr, Schulhausplatz Oberwil)

 

Autor Olivier Stemmle

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