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Slowakisches Kommando führt die Rebells an


Di, 06.05.2008


Im Playoff-Final messen sich die beiden derzeit besten Streethockey-Teams der Schweiz. Den Titelhattrick im Visier, vertrauen die Rebells auf osteuropäisches Hockey-Fachwissen.

 

Tibor Kapànek hat sich nicht nur in Oberwil einen Namen gemacht, er ist auch in der weltweiten Streethockeyszene ein Begriff. Der Ausnahmekönner ist bei den Rebells allerdings nicht alleiniger Lehrer der slowakischen Hockeyschule, seit Beginn dieser Saison bildet Kapànek mit Landsmann Viliam Somolànyi das neue Trainerduo.

 

Torhüter-Legende

„Ich fühle mich wohl bei den Rebells“, empfindet der 35-jährige in Bratislava geborene Somolànyi. Im Schatten Kapàneks Popularität geht er fast ungeachtet seiner Arbeit nach. Er führt das Team während den Spielen, er kommandiert die Wechsel, gibt laufend individuelle Anweisungen und steht stets im Dialog mit seinem Partner Kapànek. Wohnhaft in Luzern trainiert Somolànyi bereits seit drei Jahren mit den Rebells und bereitet sich für Einsätze mit der Nationalmannschaft und dem slowakischen Serienmeister Ruzinov Bratislava vor. Der Torhüter mit weltklasse Format hat selbst ein grosses Palmares und soll nun die Rebells zu weiteren Erfolgen verhelfen. Er sehe grosses Potential, sagt Somolànyi über sein neues Umfeld, welches er kennen lernte, weil seine Lebenspartnerin und Zuzanna Vargovà vor drei Jahren vom BTV Luzern als Volleyball-Profi engagiert wurde.

 

Gute Kommunikation gefordert

„Der Ex-Oberwiler Severin Meier gehört zu den besten Spieler in der Schweiz,“ Somolànyi weiss über den Finalgegner Bescheid und warnt vor der Powerplaystärke der Sierre Lions: „Wir müssen mit dem Kopf spielen und unserer Verantwortung bewusst sein, die Disziplin spielt eine entscheidende Rolle.“ Nebst Eishockey, Fussball, Volleyball und Velo fahren, gehört auch Tauchen zu seinen Hobbys. Er wirkt ausgeglichen und ist ruhig in seiner Art, ein diplomatischer Typ. Seine Ziele für die Finalspiele benennt er trotzdem konkret: „Wir werden alles dafür tun, um erstmals zuhause den Meistertitel zu feiern.“ Natürlich ist diese Ansage verbunden mit klaren Forderungen an sein Team: „Es muss gut kommuniziert werden untereinander und die nötige Motivation für einen Playoff-Final ist ohnehin Einstellungssache.“

 

Siege fürs Wohlbefinden

Langsam gewöhnt sich Solomànyi, der gelernte Elektromonteur arbeitet heute als Gärtner, an den hiesigen Lebensstil und die Systeme hierzulande, die nächsten zwei, eventuell drei Spiele werden vielleicht viel zu seinem Wohlbefinden fernab der Heimat beitragen. Mit dem Vorgeschmack aus dem verlorenen Cupfinal dürfte es weder an Selbstüberschätzung noch am unterschätzen des Gegners liegen. Und gelingt es den Rebells, ihr Können von Beginn an abzurufen, dann brauchen sie sich vor dem Qualifikationssieger Sierre auch auswärts nicht zu verstecken.

NLA, Playoff-Final (best-of-three, 1. Spiel):

Sierre Lions – Oberwil Rebells (So 14 Uhr, Ecossia, Sierre,)

Autor Olivier Stemmle

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