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Angriff auf die Nummer eins


Fr, 07.11.2008

Weiterhin in der Rolle der gejagten, droht den Oberwil Rebells eine weitere Attacke. Ansprüche auf die Leaderposition macht der SHC Bonstetten-Wettswil aus dem Nachbarkanton.

Im vorletzten Playoff-Final war überraschend Bonstetten-Wettswil der Gegner des späteren Meisters Oberwil. In der vergangenen Saison konnten die Zürcher nicht mehr an ihrem Exploit anknüpfen und versanken im Mittelfeld der Natioanlliga A. Nun machen sie wieder auf sich aufmerksam. Mit einem 6:5 Auswärtssieg bei den Sierre Lions wird plötzlich die Leaderposition zum Thema im Säuliamt. Ob es einfach eine seltene Sensation war, oder ob sich Bonstetten-Wettswil derart stark entwickelt hat, darüber wird die anstehende Doppelrunde gegen die Rebells weitere Erkenntnisse hervorbringen. „Es werden zwei harte Spiele, welche uns auch zur Standortbestimmung dienen“, sagt Bonstetten-Stürmer Sven Bürki, der auch das Amt des Präsidenten trägt.


Trumpf Weber
Dass sie einen Prüfstein vor sich haben, ist sich Oberwils Coach Vilo Somolànyi bewusst. Das Team steht in der zweiten Saison unter seiner Federführung, der Slowake weiss über die Fähigkeiten der Gegner Bescheid. „Bonstetten hat ein starkes Powerplay“, sagt er und verlangt, dass seine Mannschaft diszipliniert auftrete, Fouls seien zu verhindern. Bonstettens Sieg in Sierre kam ausschliesslich durch Powerplaytore zustande. Grösster Trumpf und wichtigster Mann im Kader der Säuliämtler ist zweifelsohne Nati-Goalie Jerome Weber. Ist er in Hochform, sucht man seinesgleichen hierzulande derzeit vergeblich. „Wir werden viele Schüsse auf ihn abgeben müssen“, fordert Somolànyi. „Erwischt er einen guten Tag, ist er Extra-Klasse“, erklärt der Rebells-Coach seine Forderung.

Aussenseiter mit Ambitionen
Spielerisch liegen die Vorteile auf Seiten der Rebells, vor allem bei numerischem Gleichstand müsste sich der Meister klar durchsetzen. Statistisch ist er dem Herausforderer allerdings nicht überlegen. Nach Verlustpunkten liegen die beiden Mannschaften gleichauf. Der Aufgabe mit Respekt gegenübertretend, formulieren die Zuger ihr Ziel einfach und verständlich. „Wir wollen nach dem Wochenende weiterhin auf dem ersten Platz sein“, sagt Somolàny. „Wir sehen uns ganz klar in der Rolle des Aussenseiters“, sieht Bürki den Spielen realistisch entgegen. Sie seien immer noch dabei ihr Spielsystem zu optimieren und hoffen, dass sie durch das neu erlernte ein bisschen näher an Oberwil heran kommen.  Sagt Bonstetten-Präsident Bürki über den Entwicklungsstand der aufstrebenden Mannschaft und ergänzt: „Wir sind daran, junge Spieler einzubauen und an das NLA-Niveau heranzuführen.“

NLB: Heimspiel für Oberwil II
Lange konnten sie gegen den Oberklassigen Gegner mithalten, im Schlussspurt blieb den Rebells nur noch die Ernüchterung übrig. Nach dem Aus im Cup kann sie das Team um Coach Dani Rast voll auf die Meisterschaft konzentrieren. Am Sonntag gastiert der ehemalige NLA-Club SHC Berner Oberland in Zug. Beide Kontrahenten starteten mit Niederlagen in die Saison, befinden sich nun aber auf der Siegerstrasse im Aufwind. Oberwil gewann zuletzt dreimal, die Berner zweimal. Nicht zuletzt dank der Ergänzung durch einige NLA-Spieler, ist ein Heimsieg ein mögliches Ziel.

NLA, Runde 7 und 8:
Oberwil Rebells – SHC Bonstetten-Wettswil (Sa, 14 Uhr, Oberwil)
SHC Bonstetten-Wettswil – Oberwil Rebells (So, 14 Uhr, Bonstetten)
NLB, Runde 6:
Oberwil Rebells II – SHC Berner Oberland (So, 14 Uhr, Herti)

Autor Pascal Melliger

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