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Oberwil gastiert in Bettlach


Fr, 09.01.2009

Die Rebells wollen ihre gute Verfassung mit einem Sieg beim „ewigen Rivalen“ unter Beweis stellen. Für Goalie Pascal Melliger ist es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte.

 

Die Spiele zwischen Bettlach und Oberwil gehörten während Jahren zu den spektakulärsten und umstrittensten Spielen im Schweizer Streethockey. Die Zeiten ändern sich, und wie.

Waren die Spiele der beiden Teams in gemeinsamer NLB-Zeit noch von Hektik und Emotionen, sowie von grosser Strafenflut und selbst ausgelegtem Faustrecht geprägt, verkamen die Aufeinandertreffen in der NLA mittlerweile zu einem einseitigen Schaulaufen der Oberwiler. Die Partien waren jeweils früh entschieden, der Wind wurde somit aus dem Segel genommen und die Fäuste wurden nur für den Torjubel gehoben.

Zumindest jedoch für einen Spieler ist das Spiel gegen die Solothurner nicht ganz emotionslos. Rebells-Goalie Pascal Melliger spielte vergangene Saison aufgrund der Rekrutenschule im Bettlacher-Dress, und absolvierte dabei 8 Meisterschafts- und drei Playoff-Spiele. „Vor und nach dem Spiel ist es immer etwas spezielles, auf seine ehemaligen Teamkollegen zu treffen. Aber während dem Spiel muss ich mich auf meinen Job konzentrieren, da haben Sentimentalitäten keinen Platz. Aber nach dem Schlusspfiff werde ich gerne wieder mit meinen Bettlacher Kollegen ein Bier genehmigen.“

 

Rebells mit anhaltendem Hoch

Die Oberwiler möchten ihre gute Form vor dem Jahreswechsel gleich wieder ins neue Jahr übernehmen, und peilen den 11. Saison-Sieg an. Dass Bettlach aber durchaus in der Lage ist, einem Favoriten ein Bein zu stellen, haben sie im Heimspiel gegen den amtierenden Cupsieger Sierre kurz vor der Jahreswende eindrücklich unter Beweis gestellt. Die Walliser, erstmals mit dem mit dem Kanadischen Weltmeister Sandro Morello angetreten, welcher auch nach nur wenigen Sekunden seinen neuen Verein in Führung schoss, mussten an diesem Tag eine schmerzhafte 5:1-Niederlage einstecken, was ihnen auch den Anschluss an die Spitze kostete.

Pascal Melliger glaubt nicht, dass dies den Rebells in der momentanen Situation passieren kann: “Zwar hat Sierre ein ähnlich breites Kader wie Oberwil, aber die individuellen Klasse einzelner Spieler macht hier einen grossen  Unterschied aus.“ Zudem vermochten die Verteidiger sowie die Goalies in den letzten Runden eine klare Leistungssteigerung zu verzeichnen, während die Stürmer die Tore weiterhin am Laufmeter erzielen. „In dieser Verfassung wird es für jeden Gegner schwer, gegen uns zu punkten. Das gilt auch für meine ehemaligen Kollegen aus Bettlach“ schmunzelt der 23-jährige Oberwiler Schlussmann.

 

Oberwil wieder mit Nick VanOrsouw und Patrick Döbeli

Die Rebells werden für dieses Spiel auf Thomas Bossard und Routinier Matthias Häni (beide im Ausland) verzichten müssen. Raphael Melliger wird wie im Cupspiel gegen Aegerten mit dem Team anreissen, soll aber möglichst noch geschont werden. Nach einer mehrwöchigen Verletzungspause wird auch Verteidiger Patrick Döbeli wieder mit dabei, und von der 2. Mannschaft stossen erneut Nick VanOrsouw und Kap Schnorf zum Team. Wiederum wird das Slowakische Coaching-Duo Kapànek/Somolànyi beiden Torhüter einen 50%-Einsatz gewähren.

 

 

NLB: Heimspiel gegen Langenthal Devils

Das Team von Dani Rast empfängt im neuen Jahr den SHC Langenthal Devils. Die Berner gelten als direkter Konkurrent um einen Rang unter die ersten Vier, und dem damit verbundnen Heimvorteil in den Playoffs. Wollen die Oberwiler die Berner auf Distanz halten, muss unbedingt ein Sieg her. In den vergangenen Jahren lieferten sich die beiden Teams stets ein ausgeglichenes Spiel, wobei die Oberwiler im direkten Vergleich die Nase knapp vorne haben. Mit einer erneut starken Leistung wie im Heimspiel gegen La Chaux-de-Fonds im Dezember wäre der Grundstein für zwei weitere Punkte gelegt.

 

Meisterschaft NLA:

SHC Bettlach – Oberwil Rebells (So 14:00 Ischlag, Bettlach)

Meisterschaft NLB:

Oberwil Rebells – SHC Langenthal Devils (So 14:00 Herti, Zug)

Autor Pascal Melliger

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