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Tabellenletzter fordert den Meister


Fr, 16.01.2009

In der 14. Runde treffen die Oberwiler auf den SHC Martigny. Trotz klar verteilten Rollen bleibt die letztjährige Playoff-Niederlage präsent, und dient als Warnschuss für das Team um Tibor Kapànek.

 

Martigny, einst als Wundertüte und unberechenbarste Mannschaft der NLA bezeichnet, hat Mühe, in der laufenden Meisterschaft auf Touren zu kommen. Abgeschlagen liegen sie mit 2 Punkten auf dem letzten Tabelleplatz, 3 Punkte hinter dem meistgenannten Abstiegskandidaten Seetal Admirals aus Lenzburg. Mit 51 erzielten Toren verfügen sie momentan über den schwächsten Sturm, und mit 133 erhaltenen Toren ist die Abwehr löchriger als ein Emmentaler-Käse. Zahlreiche Abgänge konnten nicht kompensiert werden, dazu spielt Gregory Dumas verletzungsbedingt in der 2. Mannschaft. Eine Besserung ist momentan nicht in Sicht, und am Samstag kommt mit den Rebells ausgerechnet der Meister ins Wallis, die Mannschaft mit dem produktivsten Sturm (149 Tore) und der stabilsten Verteidigung (53 Gegentore) in den bereits absolvierten 13 Spielen.

 

Rebells sind gewarnt

In diesem Spiel können die Walliser nur gewinnen, während die Oberwiler als logischer Sieger der Partie bezeichnet werden muss. Die Zuger werden sich jedoch hüten, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. Noch nicht vergessen ist die Niederlage im Playoff vergangene Saison, als man mit einem Rumpfteam eher überraschend mit leeren Händen zurück ins Zugerland kehren musste. Wenn auch ein solcher Exploit den Westschweizer in dieser Saison nicht unbedingt zugetraut wird, als kleiner Warnfinger darf diese Niederlage durchaus geltend gemacht werden. „Martigny auswärts, oder Martigny zuhause sind zwei verschiedene Paar Schuhe“ weiss auch Spielertrainer Tibor Kapànek um die Gefahr auf eine ungewisse Spielweise der Martinacher. Tatsächlich verstärkt sich Martigny auf heimischen Platz nicht selten genug mit Profi-Spieler vom Eishockey. „Sich darauf einzustellen ist relativ schwierig, deshalb werden wir uns ausschliesslich auf unser eigenes Spiel konzentrieren“ so der 35 jährige Slowake, der aber trotzdem zu verstehen gibt, dass er vom Team nichts anderes als sein Sieg fordert. Und mit einem Rückblick auf die vergangene Saison fügt er an, dass er natürlich auch auf ein faires Spiel hofft, und ohne Verletzte den Heimweg antreten kann, in Anspielung auf das Cupspiel vom Februar 2008, als die Schiedsrichter nicht weniger als 163 Strafminuten gegen Martigny aussprachen.

 

Grippewelle in Oberwil

Einmal mehr werden die Oberwiler nicht in Bestbesetzung antreten können. Weiterhin fehlt Thomas Bossard (Ausland), dazu gesellen sich Mats Beiersdörfer (Beruf) und Raphael Melliger (Abwesend). Grippeerkrankt blieben diese Woche Christoph Stocker, Patrick Döbeli und Kap Schnorf dem Training fern, jedoch ist Tibor Kapànek zuversichtlich, dieses Trio trotzdem am Sonntag einsetzen zu können. Voraussichtlich werden sich die beiden Torhüter Pascal Melliger und Stephan Sidler erneut die Einsätze teilen. Im Hinblick auf die Playoffs scheint es Kapànek wichtig, beiden Torhütern genügend Spielpraxis zu geben.

 

NLB: Schweres Auswärtsspiel in Worblaufen

Nach der eher etwas überraschend klaren Niederlage im Heimspiel gegen die Langenthal Devils, werden die Rebells bemüht sein, das Rennen um Rang 4 weiter offen halten zu können. Vor allem im Hinblick auf 3 weitere Auswärtsspiele bis zum Ende der Qualifikation, sind Punkte auch in Worblaufen gefordert. Gegen den Aufsteiger der vorletzten Saison vermochten die Zuger noch die zu gewinnen, und auch im Heimspiel mussten sie sich, wenn auch sehr unglücklich, geschlagen geben. Kein leichtes Unterfangen also für das Junge Team von Coach Daniel Rast, für die nun jedes der letzten Quali-Spiele bereits èlayoff-Charakter hat.

 

Meisterschaft NLA:

SHC Martigny – Oberwil Rebells (So 14:00 Stade de Octodure, Martigny)

Meisterschaft NLB:

HC Worblaufen-Ostermundigen Alligators – Oberwil Rebells (So 14:00 Rothus, Ostermund.)

Autor Pascal Melliger

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