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Meister empfängt Cupsieger


Fr, 13.02.2009


Im vorletzten Qualifikationsspiel empfangen die Rebells den amtierenden Cupsieger. Patric Beiersdörfer erklärt die Parallelen der beiden Teams.


6 Meistertitel und 4 Cupsiege machten die Oberwil Rebells und die Sierre Lions in den letzten 6 Jahren unter sich aus. So auch vergangene Saison, im Cup unterlagen die Zuger im Final den Wallisern äusserst knapp, im Playoff-Final entschieden die Rebells die Serie gegen Sierre in zwei Spielen zu ihren Gunsten. In der laufenden Meisterschaft vermochten die Oberwiler das Hinspiel in Sierre für sich zu entscheiden, während die Walliser immer noch auf den ersten Vollerfolg in Oberwil warten. Spiele zwischen diesen beiden Teams wurden stets auf hohem Niveau ausgeführt. Sowohl die Rebells wie auch die Lions praktizieren ein gepflegtes Kombinationsspiel, und lassen dabei keineswegs die gesunde Härte im Körperspiel vermissen. Den Zuschauern wird wohl auch in diesem Spiel erneut ein Hockey-Leckerbissen serviert werden.

Hohe Spielkultur
Mit den beiden Finals und je einem Sieg und einer Niederlage hat zwar keine Mannschaft mit dem anderen Team noch eine Rechnung offen. Trotzdem macht Patric Beiersdörfer keinen Hehl daraus, dass ihn die erlittene Cup-Niederlage auch nach einem Jahr immer noch wurmt. „Wir hätten es damals selbst in der Hand gehabt, dieses Spiel zu gewinnen, doch waren wir in dieser Phase kein homogenes Team. Zahlreiche Strafen und das effiziente Powerplay der Lions brachen uns das Genick“. Es hätte das perfekte Jahr für die Rebells sein können, meint der Nationalspieler, deshalb trauert man diesem Titel immer noch nach. Zwischen den beiden Teams sieht Beiersdörfer nebst der hohen Spielkultur noch weitere Parallelen: „Sowohl Oberwil wie auch Sierre können in Bedrängnis immer wieder ihr bestes Hockey abrufen. Beide haben individuell starke Spieler, und können das Tempo jederzeit forcieren. Und Sierre gehört nach wie vor zu den Spitzenclubs in der Schweiz, und so spornen sich die beiden Mannschaften immer wieder zu Höchstleistungen an“. Es gehe schlussendlich auch um die Vormacht im Schweizer Streethockey, ergänzt der 21 jährige Stürmer..

Glücklos für Oberwil
Die Cuphalbfinal-Auslosung bescherte den Rebells die vermeintlich leichteste Aufgabe. Mit den Langenthal Devils wurde ihnen der einzig verbliebene NLB-Vertreter zugelost. Zwar rechnet niemand mit einer Niederlage, doch ist es auch ein Spiel, in dem die Rebells nur verlieren können. Und Aussenseiter-Siege sind im Cup-Wettbewerb keine Seltenheit. „Auch dieser Gegner gilt es Ernst zu nehmen, trotz dem Liga-Unterschied. Im Cup herrschen andere Gesetze“ Streethockey-Ikone Matthias Häni warnt davor, den Gegner zu unterschätzen. Es sei auch eine Frage des Respekts gegenüber dem anderen Team, denn auch dieser Gegner musste sich diese Halbfinal-Qualifikation hart erarbeiten.


NLB: Mannschaft und Trainer trennen sich
Nach einer turbulenten Phase und mehreren Gesprächen wurde die Zusammenarbeit mit Trainer Daniel Rast beendet. Mit einem aus Spielern bestehenden Trainerstab wird man die Meisterschaft beenden, und erst auf kommende Saison einen neuen Trainer suchen. „Die Chemie zwischen Trainer und Spielern stimmte einfach nicht mehr, diese Trennung war die logische Konsequenz, und erfolgte im gegenseitigen Interesse.“ Oli Marty, eben in den neuen provisorischen Trainerstab einberufen, bedauert die Trennung, sieht diese aber als notwendig. „Wenn sich Trainer und Mannschaft nicht mehr finden, und die gegenseitigen Erwartungen nicht mehr auf einen Nenner gebracht werden können, kann man keinen gemeinsamen Weg mehr gehen.“ Der 23 jährige Oberwiler will seinen Beitrag dazu leisten, diese Lücke füllen zu können. Und er weiss, dass nun vom Team Taten gefordert sind. „Wir können Siege nicht programmieren, aber wir können Versprechen, dass wir alles für einen versöhnlichen Saison-Abschluss tun werden.“ Gelegenheit dazu bietet sich bereits mit dem Auswärtsspiel in Wimmis gegen den SHC Berner Oberland. In diesem Spiel haben die Rebells noch einiges gut zu machen, kamen sie im Hinspiel in Oberwil nicht um ein Unentschieden herum. Der Stürmer Mervan Korajac erzielte dabei Sekunden vor Schluss bereits am Boden liegend den Ausgleich.


Meisterschaft NLA
Oberwil Rebells – Sierre Lions (Sa14:00 Schulhausplatz Oberwil
Meisterschaft NLB
SHC Berner Oberland – Oberwil Rebells (Sa 14:00 Herrenmatthalle Wimmis)
Meisterschaft Junioren A
SHC Bettlach – Sierre Lions (So 14:00 Ischlag, Bettlach)

 

Autor Pascal Melliger

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