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David gegen Goliath


Fr, 06.03.2009

Die Rebells gastieren für den Halbfinal beim NLB-Verteter Langenthal. Die Vorzeichen stehen gut, den Final zum 5. Mal in Folge zu erreichen. Kapànek appelliert an sein Team, mit der richtigen Einstellung ans Werk zu gehen.

 

 

Der SHC Langenthal-Devils steht überraschend als letztes NLB-Team im Halbfinale, und fordert ausgerechnet den Ligadominator und dreifacher Cupsieger von 2005-2007 heraus. Auf dem Papier eine klare Sache für die Zuger, doch die roten Teufel aus Langenthal wollen ihre Haut nicht nur teuer verkaufen, sondern wenn möglich auch für die Sensation sorgen. „Wir wollen den Überraschungseffekt möglichst ausnutzen, denn als NLB-Team bietet sich diese Möglichkeit selten, so nahe an der Finalteilnahme zu stehen“, meint Devils-Trainer Harry Läderach. Der ehemalige Spieler der 2. Mannschaft der Langenthaler verweist auf die gute Stimmung im Team, wo jeder bereit ist, sein bestes gegen den übermächtigen Gegner zu geben. Vor allem will man die sich bietenden Powerplay-Möglichkeiten nutzen, haben die Teufel doch eines der besten Überzahlspiel in der laufenden Saison der NLB. Als Vorbild nennt Läderach die Griechen, welche sich 2004 gegen alle Favoriten durchsetzten, und überraschend die Fussball-EM gewannen. Er weiss aber auch, dass die Oberwiler clever genug sind, und sein Team nicht unterschätzen werden. „Die Situation für die Rebells ist nicht neu, und sie haben noch nie ein Team unterschätzt. Nebenbei ist die Klasse der Einzelspieler  unbestritten. Umso schwieriger wird es natürlich für uns. Aber wir werden ebenfalls bereit sein, und vollen Einsatz geben“.

 

Wieder mit Thomas Bossard

Spielertrainer Tibor Kapànek kann auch in diesem Spiel noch nicht aufs komplette Kader zurückgreifen. Einige Spieler werden noch auf bis zum Playoff-Start geschont, oder sind beruflich abwesend. Erfreulicherweise kehrt nach längerem Auslandaufenthalt der Oberwiler Kult-Stürmer Thomas Bossard ins Team zurück.  Ergänzt wird der Sturm mit Patrick Wismer, der damit definitiv wieder Team zurück stösst, und auch Yanick Patscheider wird erneut seine Einsätze erhalten. Für Kapànek ist die Finalteilnahme ein Muss, warnt aber auch davor, den Gegner zu unterschätzen. „Wenn wir im Kopf bereit sind, und den Gegner ernst nehmen, sollte nichts anbrennen. Sicher ist aber, auch solche Spiele müssen erst gewonnen werden, vor allem, wenn man auf einen motivierten Underdog trifft.“

 

Belp oder Bonstetten

Im zweiten Halbfinale stehen sich der SHC Bonstetten-Wettswil und der SHC Belpa gegenüber. In der Meisterschaft konnten die Säuliämter beide Spiele zu ihren Gunsten entscheiden. Doch die Berner erwiesen sich in den vergangenen Jahren auch als eine Cup-Mannschaft, standen sie im Jahre 2005 und 2006 jeweils im Finale. Ihr Gegner damals waren jeweils die Oberwil Rebells, welche dann auch den Titel holten. Demgegenüber wäre die Finalteilnahme  für Bonstetten-Wettswil eine Premiere. Bei einem Sieg der Rebells in Langenthal käme es somit entweder zur 3. Finalpaarung seit Wiedereinführung des Wettbewerbes im 2004 gegen die Gürbetäler, oder zu einem Derby gegen den Nachbar aus dem Säuliamt.

 

Auch 2. Mannschaft in Langenthal

Nicht nur das Fanionteam, sondern auch die Edelreservisten der Oberwil Rebells reisen am Wochenende nach Langenthal. Im Nachholspiel treffen am Sonntag die beiden NLB-Konkurrenten aufeinander. Um sich den 5 Quali-Platz zu sichern, müssen die Rebells dieses Spiel gewinnen, ansonsten droht den Zuger den Sturz auf den 6. Platz, haben doch die Berner Oberländer noch lediglich einen Punkt Rückstand auf die Zuger. Sollten sich die Rebells auf dem 5. Platz behaupten können, wären ihre Viertelfinalgegner erneut die Roten Teufel aus Langenthal.

 

Cup Halbfinal

Langenthal Devils – Oberwil Rebells  (Sa14:00 Rollhockeyplatz Hard, Langenthal)

Meisterschaft NLB

Langenthal Devils – Oberwil Rebells II  (So 14:00 Rollhockeyplatz Hard, Langenthal)

Autor Pascal Melliger

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