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Seetal Admirals als erste Playoff-Hürde


Fr, 13.03.2009

Der vermeintlich leichteste Gegner gastiert als Viertelfinalgegner in Oberwil. Tatsächlich ist es ein ungleiches Duell, in dem fast alle Vorteile auf Seiten der Rebells liegen.

Mit 17 Siegen und nur einer Niederlage wurden die Rebells überlegener Quali-Sieger. Gewonnen wurde mit diesem Titel noch gar nichts, denn um die Wurst geht es erst ab kommenden Samstag. Zum Auftakt der Playoff-Viertelfinal empfangen die Oberwiler die Seetal Admirals, ein Gegner, mit dem man zu Beginn der Saison nicht zwingend rechnen durfte. Trotz der Last-Minute-Qualifiaktion bekommen die Aargauer nur sehr wenig Kredit in der anstehenden Playoff-Serie gegen den Titelverteidiger und haushohen Favorit aus dem Zugerland. Im Gegensatz zu den Rebells können die Admirals aber nur gewinnen, während im Lager der Oberwiler, obwohl Respekt zollend, kaum einer an einem Weiterkommen zweifelt.

 

Mit Teamgeist gegen den Favoriten

Die Lenzburger hatten einige gewichtige Abgänge zu verzeichnen. Marc Sonderegger wechselte im letzten Sommer zu den Rebells, Michael Jäger und Boris Kellerhals verstärken neu ab dieser Saison den SHC Bettlach. Spielerisch konnten die Admirals kaum überzeugen, aber mit grossem Einsatz und noch grösserem Willen erreichten sie in der letzten Runde zur Überraschung aller doch noch den 8. Rang, und qualifizierten sich so zum ersten Mal für die NLA-Playoffs in der Vereinsgeschichte. Und dies ausgerechnet auf Kosten des SHC Bettlachs, der seinerseits in die Play-Outs verbannt wurde. „Wir haben einige junge und hungrige Spieler nachgenommen, welche sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickeln konnten. Und im Gegensatz zu ihren Vorgängern sind es vor allem pflegeleichte Spieler. Aber ausschlaggebend war vor allem unser Teamgeist und der Wille jedes einzelnen Spielers.“ Martin Sandmeier, Stürmer der Admirals, erlebt mit seinem Team auch die entsprechende Genugtuung gegenüber den beiden Abtrünnigen Spielern, welche nun um den Ligaerhalt kämpfen. Nun soll dem Dritten Abgänger, Marc Sonderegger, das gleiche Schicksal widerfahren. „Wir nehmen die Herausforderung an, die Chancen sind sicher sehr klein, aber der Glaube kann Berge versetzen. Ändern werden wir in unserem Spiel sicher nichts. Kampf, Teamgeist und Laufbereitschaft ist es, was wir den Rebells Gegenüberstellen können und werden“. Sandmeier erinnert dabei, dass man auf heimischem Terrain immerhin auch Sierre, Belp und Bonstetten in die Knie gezwungen habe, und jüngst auch in Kernenried erfolgreich war. An Selbstvertrauen wird es dem Team sicher nicht fehlen, und Sandmeier verweist auch auf die Leistung des EVZ im Viertelfinal, wo er einige Parallelen zu den Admirals sieht, und als Vorbild dient.

 

Mentale Stärke

Die guten Resultate der Admirals blieben auch bei Rebells-Trainer Wilo Somolãnyi nicht unbemerkt. Der Slowake zeigte sich ab deren Leistungssteigerung sehr erfreut. „Je stärker der Gegner, umso motivierter ist unser Team. Die Konzentration und die Disziplin stehen dabei stärker im Vordergrund“. Technisch und spielerisch liegen die Vorteile klar auf Seiten der Zuger, Somolañyi sieht aber noch einen weitern Pluspunkt in den eigenen Reihen. „Wir sind mental sehr stark. Seit 3 Jahren sind wir die Gejagten, standen immer wieder gegen motivierte Widersacher gegenüber, die dem Favoriten ein Bein stellen wollten. Mit ganz wenigen Ausnahmen bestand die Mannschaft alle Duelle“. Erfreut zeigt sich der ehemalige Goalie der slowakischen Nationalmannschaft auch ab der sich lichtenden Verletztenliste. Ausser der rekonvaleszente Patrick Döbeli (Kreuzband, Saisonende) sind alle wieder fit. Auch Marc Sonderegger, der dritte ehemalige Seetaler, der sich gegen die angestrebte Genugtuung seiner ehemaligen Mannschaftskollegen stemmen will: „Ich freue mich ab der Playoff-Quali meiner Ex-Mannschaft. Aber alles hat seine Grenzen, ich meine, ich wechsle sicher nicht nach Oberwil, um jetzt gegen die Admirals auszuscheiden“.

 

NLB: Letzte Chancen packen

Die Meisterschaft verlief für die Reservisten der Rebells eher unbefriedigend. Spielerisch gelang es ihnen jederzeit mit allen Gegner mitzuhalten, doch mangelnde Cleverness wurde ihnen in zahlreichen Partien immer wieder zum Verhängnis. Auch die Trennung in gegenseitigem Einvernehmen von Trainer Daniel Rast brachte keine Verbesserung, man rutschte in der letzten Runde auf den 6. Platz ab, verpasste das Ziel sich unter die ersten vier zu Qualifizieren deutlich. Nun geht es in der Viertefinal-Serie gegen den Favorit La Chaux-de-Fonds um alles oder nichts. Zum einen kann mit einem Weiterkommen gegen die Neuenburger die verpfuschte Saison gerettet werden, und zum anderen möchte das Team gerne den Beweis erbringen, die Qualifikation deutlich unter ihrem Wert beendet zu haben.

Ausserdem wollen die Rebells endlich mal eine Serie gegen die Neuenburger für sich entscheiden, verloren sie die letzten beiden Jahre jeweils gegen die Bergler.

 

Playoff-Viertelfinal NLA

Oberwil Rebells – Seetal Admirals (Sa14:00 Schulhausplatz Oberwil)

Playoff-Viertelfinal NLB

La Chaux-de-Fonds – Oberwil Rebells (Sa 14:00 Rue de Dr. Kern, La Chaux-de-Fonds)

Meisterschaft Junioren A

Aegerten-Biel – Oberwil Rebells (So 14:00 Sahligut, Biel)

Autor Pascal Melliger

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