News

Streethockey NLA Playoff-Halbfinal


Fr, 03.04.2009

Wenn Freunde aufeinander treffen

Die nächsten 3 Wochen stehen die Oberwil Rebells dem SHC Belpa gegenüber. Sowohl in den Playoffs wie auch im Cupfinal gibt es im „Ewigen Duell“ auch das Duell zweier Freunde.

 

Auf dem Feld sind sie Gegner, neben dem Feld gute Freunde. Yannick Strähler und Raphael Melliger gehören dem Stamm der 87er Jahrgänger an, der den Strassenhockey-Sport noch lange prägen wird. In der Weinbranche würde man von einem Jahrhundert-Jahrgang sprechen. Besonders erfreut über diesen Jahrgang ist auch Nati-Trainer Sébastian Pico: „Dieser Jahrgang stellt der Stamm der Nationalmannschaft. Nebst Melliger und Strähler gehören von den beiden Teams auch Sandro Wittwer (Belp), Patric Beiersdörfer und Severin Meier (Oberwil) dazu“. Entsprechend spart Pico nicht mit Lob für seine beiden Schützlinge Strähler und Melliger. „Yannick ist ein technisch versierter Verteidiger mit grosser Spielübersicht. In der Nationalmannschaft wurde er gar als Stürmer umfunktioniert, und beweist dabei auch gute Skorerqualitäten. Melliger ist der kompletteste Spieler in der Schweiz. Egal ob als Verteidiger, Stürmer oder Playmaker, er kann einfach alles“. Pico wird es sich nicht nehmen lassen, im ersten Halbfinalspiel in Oberwil und die Woche darauf am Cupfinal in Thun vor Ort zu sein, und seine Nationalspieler unter die Lupe nehmen.

 

 

Keine freundschaftliche Geschenke

Strähler und Melliger pflegen seit Jahren eine gute Freundschaft. Die gemeinsame Zeit in der Junioren-Meisterschaft und die Zusammenzüge der Nationalmannschaft schweissten diese beiden zusammen. Nicht selten sieht man an einem Samstag Abend Strähler zusammen mit Melliger und Severin Meier in Zug um die Häuser ziehen. Doch von freundschaftlichen Geschenken in den anstehenden Playoff-Halbfinal-Partien und im Cupfinal in den nächsten drei Wochen wollen beide nichts wissen. Beide Spieler sind sich einig, die Freundschaft gehört neben den Platz, und nicht darauf, und beide wollen nur eins. Das Double gewinnen.

 

Yannick Strähler

Verteidiger  SHC Belpa 1107

 

Alter:

21 Jahre

Beruf:

Detailhandel-Fachmann

Position:

Verteidiger

Bisherige Vereine:

Nur Belp

Länderspiele:

Total 16 in U18/U20

15 mit der A-Nationalmannschaft

Sportliche Erfolge:

Schweizer Meister Jun. A 2003

VizeMeister NLA 2001

Europa Cup-Teilnahme 2008

Schönstes sportliches Erlebnis:

Die Cupfinale, der Europa Cup 2008 und die Teilnahmen an der A Weltmeisterschaft

 

 

Raphael Melliger

Stürmer Oberwil Rebells

 

Alter:

21 Jahre

Beruf:

Sanitär-Installateur

Position:

Stürmer

Bisherige Vereine:

Oberwil Rebells

Länderspiele:

Total  16 in U18/U20

15 mit der A-Nationalmannschaft

Sportliche Erfolge:

2 x Schweizer Meister Jun A 2001 & 2004

3 x Schweizer Meister NLA 2006-2008

3 x Schweizer Cupsieger 2005-2007

4. Platz Europa Cup 2006 & 2007

All Star-Team Europa Cup 2008

Schönstes sportliches Erlebnis:

Europa Cup in Sierre 2007 (4. Schlussrang) mit dem Gruppensieg gegen Teams aus Tschechien und der Slowakei.

 

Y.S.

Wir sind ein junges und hochmotiviertes Team, das noch kein Titel errungen hat. Das bestreben nach dem 1. Titel wird uns beflügeln. Wir sind in einer mental guten Verfassung, und auch konditionell werden wir den Rebells paroli bieten können.

Und mit Cook haben wir eine sensationelle Verstärkung erhalten.

Warum gewinnt ihr den Cupfinal?

R.M.

(lacht) Wir können gar nicht verlieren, denn Mr. Cupfinal Severin Meier spielt in unserem Team. Er hat die letzten 4 Jahre alle Cupfinals gewonnen (3x mit Oberwil, 1x mit Sierre). Wir haben ein breites Kader, spielen seit Jahren auf sehr hohem Niveau und haben mit Matthias Häni DEN Teamleader.

Wir konnten in Vergangenheit noch nie gegen Oberwil gewinnen. Aber eine Annäherung ist unübersehbar. Wir haben viele Erfahrungswerte in den Spielen gegen die Rebells sammeln können, und denken, das richtige Rezept für den Erfolg gefunden zu haben. Ausserdem verfügen wir nun über 3 starke Linien, die eine Serie entscheiden können.

Und warum gewinnt dein Team die Playoff-Halbfinal-Serie?

Der Heimvorteil liegt bei uns. Ausserdem sind wir mental so stark, um auch über eine Serie von 3 Spielen mit knappen Ausgängen bestehen können. Bei einer Niederlage kommt dann der „jetzt erst recht“ –Faktor dazu.

Die hohe Laufbereitschaft jedes einzelnen Spielers. Und natürlich unsere Emotionen.

Dazu haben wir mit dem Sturm-Duo Cook/Faina einen grossen Trumpf in unseren Reihen.

Wo liegen die Stärken deines Teams zum Gegner?

In der Disziplin. Wir werden den Belpern wenig Möglichkeiten für ihr starkes Powerplay geben. Und wir werden 60 Minuten voll konzentriert sein. Ausserdem praktizieren wir ein temporeiches Spielsystem, ausgerichtet auf unsere schnellen und agilen Stürmer.

Die Vergangenheit ist eh kein Thema. Einzig der Gedanke an den ersten Sieg gegen die Rebells dient uns als Motivation. So nahe am ersten Sieg, aufgrund der aktuellen Situation und der Form waren wir noch nie.

In wiefern spielen die absolvierten Duelle in der Vergangenheit eine Rolle?

Kein Thema. Wenn es um den Titel geht ist man eh immer motiviert. Wenn wir von der Vergangenheit leben würden, wäre die Gefahr des Unterschätzen gross.

Gratuliere. Aber es ist noch nicht alles vorbei.

Im Falle einer Niederlage im Cup, was sagst du deinem Freund im gegnerischen Trikot als erstes?

Gratuliere, aber die Meisterschaft gehört uns.

Dann ist alles bereinigt. Wir sehen uns dann voraussichtlich im Nati-Camp wieder, wo wir vereint für eine Sache einstehen.

Wenn beide Wettbewerbe entschieden sind, wie stehen sich Verlierer und Sieger wieder gegenüber?

Wir werden uns mit Sprüchen eindecken. Aber immer auf humorvolle Art.

 

 

In der Playoff-Halbfinal-Serie stehen sich die Oberwil Rebells und der SHC Belpa gegenüber. Seit dem Aufstieg der Rebells in die NLA vermochten die Berner weder in der Meisterschaft noch im Cup gegen die Zuger zu gewinnen. Einzig im Europa Cup 2008 in Letohrad CZ trotzten die Berner den Rebells ein Unentschieden ab. In der Best-of-Three-Serie liegt der Heimvorteil, ein nicht zu unterschätzender Faktor, auf Seiten der Rebells. Die Zuger sind zwar leicht zu favorisieren, doch der SHC Belpa hat seine Ambitionen auf eine Final-Teilnahme im Viertelfinal gegen Bonstetten auf eindrückliche Art zementiert. Für die erste Partie am Samstag kann Rebells-Trainer Wilo Somolãnyi praktisch aus dem Vollen schöpfen, einzig der rekonvaleszente Patrick Döbeli fehlt im Team der Zuger. Mit Tibor Kapànek (Rebells) und Brant Jacob Cook (Belp) stehen sich auch die beiden besten Spieler der Meisterschaft gegenüber.

 

NLA Playoff Halbfinal

Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107 (Sa 14:00, Schulhausplatz Oberwil)

Junioren A Playoff-Viertelfinal

Oberwil Rebells – Sierre Lions (Sa 10:00, Schuhausplatz Oberwil)

 

 

Autor Pascal Melliger

Sponsors