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Rebells wollen den Cup-Pokal zurückerobern


Fr, 10.04.2009

Im 5. Cupfinal in Serie peilen die Rebells ihren 4. Pokalgewinn an. Gegner ist einmal mehr der SHC Belpa, der Cupsieger von 1997, und aktueller Playoff-Halbfinalgegner der Zuger.

 

Nach 2005 und 2006 treffen die beiden Teams am Samstag zum dritten Mal im Cupfinal aufeinander. Beide vorgängigen Finalspiele entschieden die Rebells, nach anfänglicher harten Gegenwehr und zwischenzeitlicher Führungen der Berner, schlussendlich doch noch zu ihren Gunsten. Auch nach insgesamt 6 gewonnen Titel (je 3x Schweizer Meister und Cupsieger) in den letzten 4 Jahren ist der Hunger nach weiteren Pokalen in Oberwil noch nicht gestillt.

 

Brodard’s Zuversicht

Trotzdem, dass den Berner bis heute weder im Cup noch in der Meisterschaft ein Sieg gegen die Rebells gelang, ist Belp-Coach Oliver Bordard sehr zuversichtlich für den Cupfinal. „Im Gegensatz zu den Playoffs sehen wir uns mit einem grossen Hindernis weniger konfrontiert; wir müssen nie in Oberwil gewinnen um einen Titel holen zu können.“ Dies sei ein Problem, dass einigen seiner Spieler in den Köpfen liegt. Zum einen wegen der unglaublichen Heimserie der Zuger, zum anderen aufgrund der eher schwierigen Platzverhältnisse in Oberwil. Der ehemalige Spielertrainer der Schweizer Nationalmannschaft sieht für Samstag zwar alle Vorteile, selbst die physischen, bei den Oberwilern, und bezeichnet sie entsprechend als haushohen Favorit, erkennt aber auch eine nicht unbedeutende Chancen für sein Team. „Wir spielen in Thun auf einem Platz, auf dem noch nie ein Streethockey-Spiel ausgeführt wurde. Wenn wir mit der Platz-Beschaffenheit besser zurecht kommen als der Gegner, ist das die Möglichkeit die wir unbedingt nutzen müssen“. Speziell im mentalen Bereich müsse er seine Spieler nicht einstellen auf dieses Spiel. „Wer an einem Cupfinal nicht motiviert ist, hat dort nichts zu suchen, egal ob man gegen den Gegner bis anhin nur verloren hat“.


Mr. Cupfinal Severin Meier

Trotz seinem Zwischenjahr bei den Sierre Lions, steht auch Nationalstürmer Severin Meier  in seinem 5. Cupfinal in Serie. Als einziger Spieler in der Schweiz gewann er diesen 4 Mal in Serie. Einziger Schönheitsfehler aus Zuger Sicht ist der Sieg im vergangenen Jahr, den er während seinem Westschweiz-Aufenthalt im Wallis, mit den Sierre Lions ausgerechnet gegen seinen Stammclub, den Oberwil Rebells, holte. Vergleiche zum letzten Jahr will er keine ziehen, erwähnt nur der tolle Mannschaftsgeist der im Team herrscht, was die Rebells letztes Jahr nicht hatten, und ihnen auch zum Verhängnis wurde. Der 1. Cupsieg bleibt dem 21 jährigen Eigengewächs in schönster Erinnerung. „Es war unser erster Titel überhaupt auf höchstem nationalen Nivau. Das ist doch immer so, der erste empfindet man immer als den Schönsten.“ Meier gibt aber auch zu, dass der letztjährige Sieg der Speziellste war. „Es war ein emotional komisches Gefühl, gegen meine langjährigen Kollegen den Pokal zu gewinnen. Auf die Frage, ob die Rebells ab der Sieges-Serie gegen Belp die Berner unterschätzen werden, blockt Meier vehement ab. „Belp hat ein starkes Team, und kann jeden Gegner schlagen. Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen.“ Auch rechnet Meier mit einem umkämpften Spiel, von einer klaren Sache oder von der angeblichen Favoritenrolle will er weder etwas wissen noch hören.

 

 

Kapànek’s Zuversicht

Spielertrainer Tibor Kapànek ist zufrieden ab der Verfassung seines Teams. Die letzten Trainings waren intensiv und hart. Spezielles Augenmerk dabei galt dem Power- und Boxplay, sowie der Linien-Zusammenstellung. Es soll nichts dem Zufall überlassen werden, die Rebells sind also gewillt, den verloren gegangenen Pott zurück ins Zugerland zu holen.

Auch nach bereits 3 gewonnen Meisterschaften und 3 Cupsiege kann Kapànek keine Übersättigung im Team feststellen. „Motivation war noch nie ein Problem in dieser Mannschaft. Und die Erinnerung an die Niederlage im vergangenen Jahr gegen Sierre hat unser Team nochmals heisser gemacht. Natürlich gilt es, aus dem letzten Cupfinal die Lehren daraus zu ziehen“. Nur ungern erwähnt der 34 jährige Slowake die mangelnde Disziplin damals, man bot dem Gegner zu viele Powerplay-Situationen an, welche von den Wallisern effizient genutzt wurden. Da nütze die Erkenntnis, die eigentlich bessere Mannschaft gewesen zu sein, rein gar nichts.

Nebst dem rekonvaleszenten Patrick Döbeli fehlt dem Team aus disziplinarischen Gründen Nick Van Orsouw. Somit werden wohl Bossard und Raphael Melliger erneut in der Verteidigung eingesetzt.

 

Cupfinal

Oberwil Rebells – SHC Belpa 1107 (Sa 16:00, Mur Halle Thun)

Scheidsrichter: Friedli / Seiler

Autor Pascal Melliger

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