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Rebells bitten zum Gipfeltreffen


Fr, 01.05.2009

Nicht unerwartet treffen die Oberwiler im Final auf den SHC Grenchen-Limpachtal. Somit stehen sich auch die beiden besten Teams der Vorrunde wieder gegenüber.  Mit dem Heimvorteil im Rücken streben die Rebells den 4. Meistertitel en Suite an.

Zwischen 1999 und 2003 wurden Grenchen 4x Schweizermeister und ist somit der amtierenden Rekordmeister der NLA. In der laufenden Meisterschaft belegten sie nach der Qualifikation den 2. Rang, und vermochten als einziges Team die Rebells zumindest im Heimspiel in die Schranken zu weisen.  Nach einem hart umkämpften Sieg über die volle Distanz gegen die Sierre Lions im Halbfinal, streben die Limpachtaler auch eine Revanche für die gegen die Zuger erlittene Finalniederlage von 2006 an.

Reto Ramseiers Prognose
Nach 6 Jahren und 4 verlorenen Final-Serien, dreimal gegen die Sierre Lions und einmal gegen die Rebells, wollen die Grenchner wieder ganz oben stehen und den Pokal in die Höhe stemmen. Die tragische Figur dabei war dabei Reto Ramseier, der sowohl gegen die Walliser sowie auch gegen die Rebells als Verlierer vom Platz musste. Umso schlimmer, als der Ausnahme-Verteidiger im Grenchner Team in der anstehenden Finalserie wegen einer Schulterverletzung zum zuschauen verbannt ist. Seine Verfassung kann der National-Verteidiger der Solothurner nicht in Worte umschreiben, beschreibt ihn gar als moralischer Tiefpunkt seiner Karriere „Es ist einfach frustrierend, wenn man seinem Team auf dem Platz nicht helfen kann. Trotzdem werde ich meine Kollegen auf der Spielerbank mental beiseite stehen und motivieren“. Vergleiche zum Final 2006 möchte er nur beschränkt ziehen. „Damals waren die Rebells der klare Favorit, fast unbezwingbar. Heuer haben wir zumindest im Heimspiel in der Qualifikation gezeigt, dass dies nicht unmöglich ist. Der Druck lastet indes nicht auf Seiten der Grenchner sondern auf deren der Oberwiler. Unser Selbstvertrauen ist momentan sehr gross, und die mentale Verfassung perfekt“. Eine Prognose zu stellen erachtet Ramseier aber als sehr gewagt. Er ist aber zumindest überzeugt, dass die erste Partie über den Meistertitel entscheiden wird. „Wenn es uns gelingt, im ersten Spiel in Oberwil ein gutes Resultat, unabhängig vom Sieg, zu erzielen, wird die Moral in unserem Team noch mehr steigen, und uns zusätzlichen Aufwind geben. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir den Meistertitel nach Grenchen holen werden.“ Ein Pokal-Gewinn wäre für den äusserst sympathischen Solothurner noch die Krönung einer tollen Karriere in der NLA. Zwar gilt Ramseier seit Jahren als einer der besten Verteidiger des Landes, doch kam er noch nie zu Meisterehren.
 

Rekord als würzige Beilage
Mit einem weiteren Titel können die Rebells den Rekord von vier Meistertiteln in Serie der Limpachtaler einstellen. „Rekorde sind zwar schön, aber auch vergänglich. Was früher oder später war ist in diesem Moment nicht wichtig. Wir konzentrieren uns nur auf die kommenden Spiele, und wollen die Serie für uns entscheiden“ relativiert Rebells Kult-Spieler Thomas Bossard. Rekorde seien vor allem für die Geschichtsbücher, aber davon bekommt man nach einem Titlegewinn keine Gefühlswallungen. „Die Gefühlslage, wenn man einen Titel holt ist einfach unbeschreiblich schön, alles andere ist eine würzige Beilage von dem man nach der aktiven Karriere noch lange zehren kann“.
 Spielertrainer Tibor Kapànek wollte sich in den letzten Wochen auf keine Tests mehr einlassen in den letzten Trainings. „Wir wissen, dass Grenchen ein sehr gutes Powerplay praktiziert. Deshalb gilt es, wenige Strafen zu holen, und ein effizientes Boxplay aufzuziehen.
Aber an unserer Spielweise wird das nichts ändern, wir werden versuchen, unser Spiel dem Gegner aufzuzwingen“. Die Linienformationen stehen seit längerem fest, und ausser dem rekonvalszenten Döbeli und dem intern gesperrten Nick Van Orsouw sind alle Spieler an Bord. Einzig bei der Goaliefrage hält sich der Slowake noch bedeckt. „Beide Torhüter sind heiss und parat. Aber der Entscheid, wer spielen wird, fällt erst am Samstag vor dem Spiel“. Nach der Halbfinalserie gegen den SHC Belp ist zwar Pascal Melliger mental leicht im Vorteil, aber es ist auch kein Geheimnis, dass Stephan Sidler immer in den entscheidenden Momenten seine beste Leistung abrufen kann. Somit hat Kapànek auch eine Luxus-Situation auf dem Goalie-Posten. Dass beide Rebells-Goalie ein Aufgebot für die Nationalmannschaft erhalten haben, unterstreicht die komfortable Situation der Zuger auf dieser Schlüssel-Position.

Playoff-Final
Oberwil Rebells – SHC Grenchen-Limpachtal (Sa 14:00, Schulhausplatz Oberwil)

Autor Pascal Melliger

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