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Schweizerinnen gelang Sensation


Do, 25.06.2009

An der Streethockey WM in Pilsen belegte die Damenmannschaft der Schweiz den guten fünften Platz.

Weltmeister wurde Kanada vor der Slowakei und Tschechien.
Auch wenn in der Schweiz das Damen Streethockey noch ein Mauerblümchen Dasein fristet und erst vier Mannschaften an der offiziellen Schweizermeisterschaft teilnehmen, wagte  der Nationaltrainer, der Zuger Oliver Marty, mit seinem Team die Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft in Tschechien. Die Spiele waren von den Gastgebern hervorragend organisiert, nur der Turniermodus bleibt bis heute ein ungelöstes Rätsel.

Erwartete Niederlagen

Im ersten Vorrundenspiel gegen Kanada, das 10:0 verloren ging, mussten die Schweizer neidlos anerkennen, dass in Bezug auf Spielaufbau, Tempo, und Balltechnik noch ein grosser Unterschied zum amtierenden Weltmeister besteht. Gegen den Mitfavoriten Slowakei konnte das Spiel wohl etwas ausgeglichener gestaltet werden. Trotz guter Chancen blieb der erste Torerfolg verwehrt und die Partie ging mit 6:0 verloren.

Turniersensation geschafft!


Mit einem beherzten Auftritt haben die Schweizerinnen die Tschechinnen in die Knie gezwungen. Die Gastgeberinnen waren sich vor dem Spiel zu siegessicher und haben die Marty-Girls eindeutig unterschätzt. Mit einer starken Defensive und vereinzelten Konterläufen überraschten die Eidgenossinnen und gingen durch die eingebürgerte Tschechin Drahomira Fialova in der 8. Minute in  Führung. Die Osteuropäerinnen drückten vehemment auf den Ausgleich, waren aber offensiv vor dem Tor zu inkonsequent und ihre Weitschüsse verfehlten zunächst das Schweizer Tor. Kurz vor der ersten Drittelspause fiel dann doch noch der Ausgleich. Kurz nach Wiederbeginn nutzte Lilian Salm eine Powerplay-Situation kaltblütig aus und schmetterte den Ball unter die Latte zur 2:1 Führung. Trotz drückender Ueberlegenheit gelang es den  Gastgeberinnen in der restlichen Spielzeit  nicht mehr auszugleichen. Die Schweizer Girls haben mit ihrem grossartigen Engagement nicht nur eine grosse Streethockeynation besiegt, sondern den Tschechinnen damit auch den Finaleinzug verunmöglicht.

Gold für sechs Oberwilerinnen

Mit der (zu erwartenden) Niederlage gegen die USA (10:2) verpassten die Schweizerinnen wohl den Einzug in die Halbfinals der Stärkeklasse A, erreichten aber nach einem deutlichen 12:1 Sieg Griechenland den Final gegen Österreich in der Spielklasse B. Die Schweizerinnen, von Trainer Marty taktisch klug eingestellt, spielten aus einer starken, konstanten Defensive und stiessen durch Konterläufe jeweils schnell in die offensive Zone des Austria-Teams vor. Die Oesterreicherinnen waren technisch in vielen Belangen den Eidgenossinnen ebenbürtig, hatten aber läuferische Defizite zu verzeichnen. Diese Schwächen wurden gnadenlos ausgenützt. Die Schweizer Mannschaft, in welcher die Oberwil Rebells mit sechs Spielerinnen vertreten war (Pascale Locatelli, Gaby Wetter, Jennifer Blarer, Silvia Keiser, Leandra Portmann, Elvira Rüttimann) gewann mit dem 5:1 gegen Oesterreich verdient die Goldmedaille im B-Pool, d.h. sie belegt den fünften Schlussrang an dieser Weltmeisterschaft.

Die beiden Zugerinnen Portmann (63) und Rütimann (17)
belagern das Tor der Griechinnen

Bericht von Peter Hofmann

 

 

Autor Marco Röösli

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