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Unangenehme Defensivkünstler


Fr, 09.10.2009

Mit den Bulldozer aus Kernenried-Zauggenried erwartet die Rebells eine harte Knacknuss. Thomas Bossard weiss, wie das Defensiv-Bollwerk der Berner zu knacken ist.

 

Gleich im zweiten Spiel der neuen Saison bestreiten die Rebells ihr Auswärtsspiel bei ihrem wohl unangenehmsten Gegner in der Ferne. Wohl haben die Zuger gegen die Kernenrieder nach wie vor eine reine Weste, doch die Resultate der vergangenen Saison zeigen, wie schwer sich das Team von Coach Wilo Somolànyi jeweils in deren Gefilden daran tut, ihr Offensiv-Spiel zu praktizieren. Der Hauptgrund dafür lag wohl, nebst der gut organisierten Defensive der Berner, am starken Torhüter Michel Mäder. Der 22 jährige Schlussmann gehörte die letzten beiden Jahre auch zum Stammkader der Nationalmannschaft, und gilt als Schlüsselspieler der Bulldozer schlechthin. „Gegen Oberwil hat es keinen Sinn, spielerisch mithalten zu wollen, somit konzentrieren wir uns auf die Defensive, und suchen unser Glück im schnellen Konterspiel.“ Momentan laboriert der Keeper an einer Schulteoperation, und steht seinem Team unglücklicherweise nicht zur Verfügung, die Chancen für eine günstigere Torausbeute für die Oberwiler Stürmer stehen somit besser als auch schon. „Unser Team steht vor einer schweren Zeit, das Kader macht momentan einen Generationswechsel durch, viele routinierte Spieler sind zurückgetreten, dafür wurden junge Spieler integriert. Und somit ist unser Ziel diese Jahr mit dem Erreichen der Playoffs bescheiden ausgelegt“ so Mäder weiter.

 

Neue Taktik im Rebells-Spiel

Thomas Bossard, Nationalmannschaftskollege von Michel Mäder, weiss, wie die Bulldozer zerlegt werden können. „Mit der neuen Offensiv-Taktik, welche wir seit diesem Sommer trainieren, wollen wir unsere Torproduktion in diesem Jahr noch mehr steigern, demzufolge auch gegen Kernenried. Diese Taktik, wenn sie dann optimal umgesetzt wird, kann bei den Gegner sicher noch für Verwirrung sorgen“. Um welche Taktik es sich hier handelt, hält sich das zum Verteidiger umfunktionierte Rebells-Urgestein bedeckt. „Darauf muss der Gegner schon selber kommen“ fügt Bossard mit einem Augenzwinkern bei. Dass dabei Michel Mäder im Tor des Gegners fehlt, tut Bossard natürlich leid, in Hinsicht auf die Gesundheit seines Kontrahenten, aber in den Augen der Rebells ist es ein nicht zu unterscheidender Vorteil. Ausserdem soll das Powerplay natürlich bestmöglich ausgenützt werden. Demgegenüber gilt es natürlich, selbst möglich wenig Strafen einzuhandeln, als zuletzt im Spiel gegen Martigny.

Noch fehlen Coach Somolànyi einige Spieler aufgrund eines Auflandaufenthaltes. Und verletzungsbedingt fehlen wird auch Goran Nisevic, der sich eine leichte Bänderverletzung im Startspiel zuzog. Eine Rückkehr ins Team sollte aber nächste Woche wieder möglich sein.

 

NLB: Angstgegner wartet

Den wohl noch schwereren Gang als das Fanionteam hat wohl die zweite Mannschaft. Nach dem gelungenen Start mit dem Sieg gegen Langenthal wartet nun ausgerechnet der Angstgegner La Chaux-de-Fonds. Nach der knappen Niederlage gegen beim Aufstiegsfavorit Worblaufen, streben die Neuenburger nun ihren ersten Sieg an. Derweil muss der Oberwiler Spielertrainer Marco Odermatt nach wie vor auf zahlreiche Stammspieler verzichten (Militär/Ausland) verzichten, womit ein Punktgewinn bei den Berglern als kleine Überraschung gewertet werden darf.

 

 

 

 

Meisterschaft NLA

Kernenried-Zauggenried Bulldozer – Oberwil Rebells  (So14:00 Schulhausplatz Zauggenried)

Meisterschaft NLB

La Chaux-de-Fonds – Oberwil Rebells (Sa 14:00 Sportplatz La Chaux-de-Fonds)

Meisterschaft Junioren A

La Chaux-de-Fonds – Oberwil Rebells (So 14:00 Sportplatz La Chaux-de-Fonds)

Autor Pascal Melliger

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