News

Zuger Kirsch und Walliser Fendant im Doppelpack


Fr, 06.11.2009

Die Rebells bestreiten ihr zweites Doppelwochenende gegen die Sierre Lions. Besserung gelobt dabei Sorgenkind Severin Meier, und will nichts von Geschenken wissen.

 

 

Zur Vorspeise Zuger Rötel mit einem Fendant, als Hauptgang Raclette mit Pinot Noir, zum Dessert eine Kirschtorte mit Zuger Kirsch oder einem Walliser Williams. Zug und das Wallis würden wohl einen wahren Gaumenschmaus für jeden kulinarischen Gourmet bieten können. Aber nicht nur für den Magen, auch für das Streethockey-Herz bieten die beiden Kantone wahre Leckerbissen. Die Partien zwischen den Oberwil Rebells und den Sierre Lions versprechen immer wieder Spektakel und Hockey auf sehr hohem Niveau. Auf der einen Seiten das technische Powerhockey der Rebells, auf der anderen Seite die spielerische Eleganz der Walliser Löwen.

Am Wochenende bekommen die Zuschauer die Möglichkeit, das Hockey-Menü gleich im Doppelpack geniessen zu können. Heute empfangen die Rebells die Walliser im Herti, morgen kommt es zur Revanche in Sierre.

 

Sierre im Umbruch

Vieles ist neu in Sierre, die Walliser haben turbulente Monate hinter sich. Etwas überraschend legten im Sommer mit einer Ausnahme alle Vorstandsmitglieder an einer ausserordentlichen Generalversammlung ihre Ämter nieder, und dann trennte man sich auch von Trainer Sebastian Pochon und verzichtete auch auf einen ausländischen Söldner, und zuletzt mussten die C-Junioren aufgrund eines zu schmalen Kaders aus der Meisterschaft zurückgezogen werden. Der einstige Vorzeigeverein hatte in den letzten Monaten hartes Brot zu kauen, was logischerweise auch Spuren in der Meisterschaft hinterliess. Nach gespielten 6 Runden stehen lediglich 2 Siege zu Buche, was ein zwischenzeitlicher Platz im anonymen Mittelfeld für den dreifachen Schweizermeister 2003-2005 bedeutet. „Solche Umstände brauchen Zeit, bis alles wieder im Norm laufen wird“ befindet Nati-Trainer und ehemaliger Spieler und Trainer der Lions Sebastian Pico: „Sierre hat auch ohne Söldner genug Potenzial, um wieder vorne mitzuspielen, wenn vielleicht auch nicht zwingend in dieser Saison“. Nicht zuletzt wahrt Pico auch die Interessen der Nationalmannschaft, in der auch zahlreiche Sierre-Akteure spielen.

 

Keine Sorge beim Nationaltrainer

Nicht weniger besorgt ist Pico ab der Form seiner Nati-Spieler im Rebells-Dress, wenn auch nur für den Moment „Trotz der eher dürftigen Leistung beider Teams, bin ich zuversichtlich, dass der Form-Barometer der Spieler demnächst wieder ansteigen wird. Nicht nur im Interesse der Nationalmannschaft, sondern auch für das Schweizer Streethockey“. Er blicke des öftern nach Oberwil, zollt den Oberwilern grossen Respekt und Bewunderung für das, was die Zuger in den letzten Jahren erreicht haben, und wohl auch in nächster Zeit noch erreichen werden. „Meister zu werden ist nicht schwer, aber sich während dieser langer Zeit  ganz oben halten zu können, zeugt vor grossartiger Struktur und harter Arbeit bei den Verantwortlichen“ so Pico weiter. Oberwil sei in allen Belangen auf dem richtigen Weg, macht nicht nur die grossen, sondern auch die einfachen und kleinen Dinge beinahe perfekt. Deshalb sei er auch überzeugt, dass die Rebells noch in den nächsten Wochen wieder gross auftrumpfen werden. Wieder gross auftrumpfen möchte auch der Nationalstürmer und Oberwiler Eigengewächs Severin Meier. Sinnbildlich für weitere Teamkameraden, kam der 22 jährige KV-Angestellte bis anhin noch nicht auf Touren, was sich vor allem auch bei der Frustbewältigung Richtung Schiedsrichter auswirkt. Nicht selten hadert er mit den Unparteiischen. „Da staut sich halt so einiges zusammen. Aber es stimmt, mit der Leistung kann ich noch nicht zufrieden sein“. Meier, der in der Saison 2007/08 für den heutigen Gegner auf Torjagd war, und mit Sierre dabei den Cupfinal gegen seinen Stammclub feierte, kennt dabei das Mittel zur Genesung, sprich zur alten Frische: „Geduld und hartes Training. Und natürlich mehr Disziplin betreffend Strafen. Mit der Zeit wird auch mein Spiel wieder besser“. Eines ist für Meier ebenfalls sicher. „Auch wenn momentan mein Bruder anlässlich eines Sprachaufenthaltes im Wallis weilt, und im Background für die Lions arbeitet, Familiengeschenke gibt es keine am Wochenende“.

 

 

NLB: Derby gegen Bonstetten

Ohne Spielertrainer Marco Odermatt, der im WK weilt, reisen die Zuger zum Kantonsnachbar nach Bonstetten. Die Rebells wollen den Schwung aus dem Spiel gegen die Oberländer mitnehmen, der zwar nicht zum Sieg reichte, aber zumindest wieder zu einem Punktgewinn führte. Ebenfalls nicht mit von der Partie wird der eben von den USA zurückgekehrte Stammkeeper Dominik Bühler sein, und auch sein Ersatz, Ramon Wüst muss aus beruflichen Gründen passen. Somit kommt Livio Blaser zu seinem Einstand im Tor der Rebells. Der bald 20 jährige Keeper stammt aus der EVZ-Nachwuchsabteilung. Seinen Einsatz erst ermöglicht hat die gute Partnerschaft, welche die Rebells seit Jahren mit dem EVZ führen.

 

Meisterschaft NLA:

Oberwil Rebells – Sierre Lions (Sa 14:00 Streethockeyanlage Herti Allmend, Zug)

Sierre Lions – Oberwil Rebells (So 14:00 Sportanlage Sierre)

Meisterschaft NLB:

Bonstetten-Wettswil – Oberwil Rebells (Sa 14:00 Streethockeyplatz Bonstetten)

Meisterschaft Junioren A:

SHC Belpa - Oberwil Rebells (So 10:00 Streethockeyplatz Mühlematt, Belp)

Autor Redaktion

Sponsors