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Rebells mit weiterem Top-Transfer?


Fr, 15.01.2010

Die Rebells stehen vor der Verpflichtung von Wunschkandidat Andrew Hildreth. Der Top-Crack aus Amerika gilt als einer der drei weltbesten Verteidiger. Doch noch gilt es eine kleine Hürde zu überwinden.

Noch hat das Fanionteam der Rebells nicht ins Geschehen der laufenden Meisterschaft im neuen Jahr eingegriffen, und doch herrschte reger Betrieb in und um die Mannschaft. Auslöser für diese Aufregung war kein geringerer als der Weltklasse-Verteidiger Andrew Hildreth. Sportchef Mike Häusler präsentierte dem Vorstand und dem Team seinen absoluten Wunschspieler für die nächste Saison. Der 21 jährige US Amerikaner weilte diese Woche in Zug, absolvierte Probetrainings und erkundete Zug und Umgebung. Somit ist auch klar: die Rebells stehen vor einem weiteren Transfercoup. Bereits bei der Verpflichtung von Tibor Kapànek bewiesen die Rebells ein goldenes Händchen. Der Slowake führte die Rebells zu vier Meistertiteln und drei Cupsiegen. Sportchef Mike Häusler bäckt keine kleinen Brote, wenn es um die Ausländerposition geht:  „Die Verpflichtung eines Ausländers ist ein Schlüssel des Erfolges. Da kann man es sich nicht leisten, einen Durchschnitts-Spieler zu engagieren, vor allem dann nicht, wenn die Ziele hoch gesteckt werden“. Nächtelang betrieb das Sportgremium Videoanalysen, verglich sämtliche Statistiken, und holte Referenzen ein. „Dann war der Fall klar, der neue Mann konnte nur Andrew Hildreth heissen“ so Häusler weiter.  Obwohl erst 21 jährig, wurde Hildreth bereits in der Meisterschaft in den USA, sowie an der Weltmeisterschaft vergangenen Jahres in Pilsen als bester Verteidiger ausgezeichnet.

Beeindruckend und bescheiden

In den Trainingseinheiten bestätigte Hildreth alle Erwartungen, beeindruckte mit seiner Technik und Schnelligkeit, seine Zuspiele sind präzis und gut getimet. „Auch sein Stellungsspiel ist perfekt, und er hat ein gutes Auge für die Mitspieler. Auch kann er das Spiel gut lesen, aber am meisten beeindruckt sein unaufhaltsamer Offensivdrang mit der dazugehörenden Kaltblütigkeit.“ Mike Häuslers Analyse könnte seitenlang weitergehen. Auch Rebells-Präsident Maurus Schönenberger zeigte sich begeistert vom Crack aus Massechussetts. „Keine Frage, das ist unser Mann. Da hat unser Sportchef Mike Häusler ein wahres Ass aus dem Ärmel gezogen. Nebst seinen hockeytechnischen Fähigkeiten sticht auch sein toller Charakter hervor.“ Auch Hildreth selbst zeigte sich begeistert von Team und Umgebung: „Ich habe ein tolles Team und nette Leute kennengelernt. Zug ist eine kleine, aber wunderschöne Stadt. Es wäre ein Traum, wenn ich nächste Saison das Dress der Rebells tragen könnte, und natürlich auch eine persönliche und sportliche Herausforderung“. Nach den Erinnerungen an die Partie der Schweiz gegen die USA an der letzten Weltmeisterschaft in Pilsen, welches mit 4:1 an die Amerikaner ging, staunte Hildreth über das Level in den Trainings bei den Rebells. „Das waren intensive Trainings auf hohem Niveau, einfach fantastisch.“  Etwas verlegener wurde er ab dem Rummel um seine Person. Im Blitzlicht der Fotografen wirkte er eher schüchtern und zurückhaltend. Im Mittelpunkt des Interesses zu sein scheint ihm eher unangenehm zu sein, was auch für seine Bescheidenheit spricht.

Rebells gehen neue Wege

Setzte man bei der Verpflichtung von Tibor Kapànek noch auf Routine, strebt man bei einer möglichen Verpflichtung von Andrew Hildreth auf Emotionen und jugendliche Unbekümmertheit. „In den letzten Jahren ist das Team um Tibor Kapànek und Altmeister Matthias Häni um einiges reifer geworden. Spieler wie Dean Stuppan, Raphael Melliger und Thoams Bossard sind zu Leader gewachsen. Und es ist ja nicht so, dass nun Kapànek und Häni zurücktreten. Für Routine ist also weiterhin gesorgt. Nun gilt es wieder etwas mehr Ausgeglichenheit in die Mannschaft zu bringen. Es ist Zeit, wieder einen jungen Wilden einzubringen.“ Begründet Mike Häusler die Richtungsänderung bei der Verpflichtung eines Ausländers.

Kleine Hürden überwinden

Dass die Rebells natürlich an einer längerfristigen Verpflichtung von Andrew Hildreth interessiert sind, liegt wohl auf der Hand. Doch gilt es hier noch die letzten Hürden zu überwinden.  Hildreth studiert an der Universität in New Hampshire Betriebswirtschaft, könnte dieses Studium an der Universität in Zürich wohl fortsetzen, käme dabei aber nicht um ein zusätzliches Studium-Jahr herum.  „Ein kleines, aber nicht zu unterschätzendes Handicap. Trotzdem sind wir überzeugt, dass wir ihm auch betreffend Studium und der daraus entstehenden beruflichen Möglichkeiten sehr gute Perspektiven bieten können.“ meint  Maurus Schönenberger. Seitens der  Rebells ist der Fall klar, Hildreth bekomme die aktuell grösste Priorität. Und auch der Amerikaner erwähnt unmissverständlich, wenn alles mit den beiden Universitäten geregelt werden kann, wird seine nächste Zukunft beim Schweizermeister aus Zug sein:  „Ich wäre überglücklich, wenn alles klappen würde“. Der endgültige Entscheid wird wohl in den nächsten Wochen fallen.

Daniel Speck zurück an der Bande

Die Rebells verlassen wird dafür Coach Vilo Somolànyi. Der Slowake, der in seiner Amtszeit an der Bande die Rebells zu 2 Meistertiteln und  einem Cupsieg führte, wird in seiner Heimat eine neue berufliche Herausforderung annehmen, und somit in den nächsten Wochen seine Zelte in Zug abbrechen. An seiner Stelle kehrt Daniel Speck als Coach ad interim an die Bande der Rebells zurück, wo er das Team bereits vor der Ära Somolànyi 2006 und 2007 zum Double führte. Daniel Speck wird das Coaching bis Ende Saison übernehmen, und somit Spielertrainer Kapànek weiter in den Spielen entlasten.

Auswärts in Aegerten

Im ersten Spiel des neuen Jahres treffen die Rebells auswärts auf das Überraschungsteam aus Aegerten. Nach Niederlagen gegen Belp und Grenchen stehen die Zuger nun unter Druck. Wollen sie die Tabellenspitze bis zum Qualifikationsende erobern, müssen sämtliche Spiele gewonnen werden. Bei bereits nur einem Punktverlust in den verbleibenden Spielen wären sie auf fremde Hilfe angewiesen. Somit ist klar, dass in Aegerten nur ein Sieg zählen wird.

Meisterschaft NLA: 

Aegerten-Biel – Oberwil Rebells  (Sa 14:00, Streethockeyanlage Biel)

Meisterschaft Junioren A:

Oberwil Rebells – Sierre Lions (Sa 14:00 Streethockeyanlage Herti)

 

Stechkbrief Andrew Hildreth:

Geburtstag: 5. Juli, 1988                  

Heimatstadt: Leominster (Boston) Massechussetts

Beruf: Betriebswirtschafts-Student

Zivilstand: Ledig

Gewicht: 86 kg          

Grösse: 1.83 m

Sportliche Erfolge:   
-
U20 Weltmeister 2006

-
U20 Bronze-Gewinner 2007
- Halbfinal WM 2009 Pilsen

- Allstarteam U20 2007 (MVD)
-
Allstarteam American League 2008/09 (MVD)

- Allstarteam WM 2009 Pilsen

Autor Pascal Melliger

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