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Aegerten als nächste Hürde


Fr, 16.04.2010

Zwei Streithähne kämpfen mit ihren Teams um den Finaleinzug. Einig ist man sich aber um den Schlüssel zum Erfolg.

 

Der Trumpf beim Gegner kommt aus Oberwil, und heisst praktisch gleich, wie sein Club. Aegerten-Biel-Stürmer Marc Aegerter stammt aber aus Oberwil im Simmental, und spielt momentan sein bestes Streethockey, das ihn auch zum Stamm der Nationalmannschaft machte. Vom unbeständigen und launischen Spieler, reifte er zu einem Teamleader, und gilt neben Spielertrainer Reto Ramseier zu den Eckpfeilern der Berner. Seine Verfassung wiederspiegelt die aktuelle Verfassung des Halbfinal-Gegners des amtierenden Schweizermeister aus Oberwil. „Tatsächlich war der die Rückkehr von Reto Ramseier zu Aegerten die Initialzündung für einen neuen Boom in unserer Mannschaft. Es herrscht eine neue Mentalität in Aegerten, die Trainings sind abwechslungsreich und intensiv. Etwas besseres hätte uns nicht passieren können“. Spielerpotenzial hatte Aegerten-Biel schon immer, aber es fehlte ein Dirigent, der die Talente auch richtig orchestrierte. Reto Ramseier, um den sich auch die Rebells einst bemühten, löste eine neue Euphorie aus, die das Team auf den überraschenden dritten Quali-Platz führte, und mit einer blanken Halbfinale-Serie gegen Bettlach erstmals ins Halbfinale einziehen liess. „Aber mit dieser Halbfinal-Qualifikation geben wir uns noch nicht zufrieden. Wir wissen, dass wir mindestens einmal in Oberwil gewinnen müssen, um ins Endspiel zu kommen“ der 28 jährige Aegerter, der seine 6. Saison für Aegerten spielt,  spricht somit auch eine Kampfansage nach Oberwil aus. Die erste Zielsetzung der Berner, die Qualifikation für den Cupfinal mussten sie nach der Heimniederlage gegen Grenchen begraben. Diese Scharte will man gegen Oberwil ausmerzen, auch wenn man sich dabei klar in der Aussenseiterrolle sieht. „Geduld und Disziplin sind der Schlüssel zum Erfolg in dieser Serie.

 

Mit dem nötigen Respekt

Ähnlich sieht es Rebells-Stürmer Patrick Wismer. „Die Disziplin ist spätestens ab den Playoff-Halbfinal die halbe Miete. Das Niveau steigt, und die Special-Teams bekommen einen noch höheren Stellenwert“. In seiner 7. Saison im Dress der Rebells bestreitet er nun ebenso viele Playoff-Halbfinals, und mit einer Ausnahme, in der Aufstieger-Saison gegen Sierre, erreichte er dabei immer das Finale. „Dies soll sich nicht ändern“ meint er spitzbübisch. Wismer selbst erholt sich gerade von einer Magendarmgrippe, sein Einsatz am Wochenende ist aber deshalb nicht gefährdet, und er ist überzeugt, dass wenn die Rebells ihre Form der letzten Wochen mitnehmen kann, die Hürde Aegerten auch überwunden werden kann. „Aber das geht auch nur, wenn wir dem Gegner den nötigen Respekt zollen“. Mit Aegerten und Wismer stehen sich auch zwei Kontrahenten gegenüber, die sich jüngst dann und wann mal in die Haare gerieten. Aber in einem sind sich beide einig, es stehen diejenigen Mannschaften im Halbfinal, die man auch als die stärksten Teams der Saison bezeichnen darf. Spannende Serien sind dabei garantiert.

 

Meisterschaft NLA

Oberwil Rebells- Aegerten-Biel  (So 14:00 Streethockeyarena Herti Allmend)

Autor Pascal Melliger

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