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Rebells wollen den Sack zumachen


Fr, 23.04.2010

Oberwil will nichts anbrennen lassen, und sich die Finalteilnahme frühzeitig sichern. Im Fokus dabei stehen auch die beiden Top-Goalies der Rebells .

 

Jede Niederlage zieht auch seine Lehren mit sich. Diesen Vorsatz werden sich die Rebells besonders hinter die Ohren geschrieben haben, als man zum Jahreswechsel im Quali-Spiel auswärts in Biel zum ersten Mal gegen Aegerten-Biel als Verlierer vom Platz musste. Auch wenn die Rebells damals stark denunziert antreten mussten, diese Niederlage kam gerade zur rechten Zeit, und dürfte sich im positiven auf die Einstellung der Rebells-Akteure im Hinblick auf das Halbfinal-Rückspiel auswirken. Somit werden die Oberwiler den Gegner trotz des Kantersieges vor einer Woche in Zug nicht unterschätzen. Mit ausschlaggebend dürfte wohl auch die Disziplin sein, denn der eine oder andere Blackout in der Verteidigung, sowie auch zwei unnötige Fouls in der Offensivzone ebneten damals den Bieler den Sieg. Dies soll sich nicht mehr wiederholen, und man will sich auch nicht auf ein drittes Spiel einlassen. Coach Daniel Speck dazu: „Ein drittes Spiel soll nicht stattfinden, wir gehen nach Biel um zu gewinnen. Obwohl es wie verhext ist, denn auf diesem Platz fanden wir noch nie zu unserm Spiel. Aber es liegt nun auch an mir, meine Spieler darauf optimal vorzubereiten. Aber ich muss natürlich auch an die Einstellung der Spieler appellieren, genau eben in Bezug auf die Disziplin“. Ausserdem ist er überzeugt, dass Spielertrainer Tibor Kapànek die richtige Taktik wählen wird.

 

Luxusproblem in Oberwil

Mehrheitlich werden Goalie-Rochaden vorgenommen, um dem Team einen neuen Ruck einzuflössen, oder um der Nummer 2 ein wenig Spielpraxis zu gewähren. Bei den Rebells gehört der Torhüterwechsel auch ohne spezielle Situationen zum festen Bestandteil eines Spiels. Aber aus einem Grund, den man als wahren Luxus bezeichnen kann. Mit Stephan Sidler und Pascal Melliger stehen zwei überdurchschnittliche Torhüter zwischen den Pfosten, die sich gegenseitig zu Höchstleistungen anstacheln, und ihrem Trainergespann immer wieder Kopfzerbrechen der angenehmen Art bereiteten: Wer steht im nächsten Spiel im Tor? Das Luxusproblem wurde indes ganz diplomatisch gelöst, die beiden Goalies spielen je 30 Minuten. Stephan Sidler (27) gehört auch zum Stamm der Nationalmannschaft, und spielte seit der Gründung der Rebells vor 10 Jahren in der 1. Mannschaft. Der 24 jährige Pascal Melliger stammt ebenfalls aus der eigenen Juniorenabteilung, und fand über die 2. Mannschaft und einem einjährigen Abstecher zu Ligakonkurrent Bettlach den Weg ins Fanionteam. Auch er gehört mittlerweile zum erweiterten Kader der Nationalmannschaft. Zwei Torhüter, die sich im gesunden Konkurrenzkampf gegenseitig alles abverlangen, und trotzdem gute Freunde sind. „Futterneid existiert bei uns nicht, im Gegenteil, wir freuen uns jeweils auch ab der guten Leistung des anderen“ bekräftigt Pascal Melliger sein gutes Verhältnis zu Stephan Sidler. Dass man sich auch ausserhalb des Spielbetriebes trifft, gehört beinahe zur Tagesordnung, nicht zuletzt, weil Stephan Sidler zusammen mit Pascal Melligers Bruder Raphael und dessen „Zwilling“ Severin Meier eine Spieler-WG bilden. „Wir sind nebeneinander aufgewachsen. Schon im kleinsten Alter spielten wir mit, und natürlich auch gegeneinander“ blickt Stephan Sidler auf vergangene Jahre zurück. „Wir sind Freunde wie auch Konkurrenten im gesunden Masse.“ So sieht es auch Pascal Melliger: „Klar, jeder Goalie möchte möglichst viel spielen, aber hier gilt es auch, einander den Respekt entgegen zu bringen“. Pascal Melliger macht keinen Hehl daraus, dass es ihm lieber wäre jeweils durchzuspielen, und dafür die Rochade von Spiel zu Spiel vorzunehmen, aber er respektiert selbstverständlich den Entscheid des Trainergespanns Speck/Kapànek. Für Stephan Sidler gehören diese regelmässigen Wechsel zur Tagesordnung: „Daran habe ich mich längst gewöhnt. Auch als ich mit Timo Hofstetter das Torhüter-Duo bildete, wurden immer beide möglichst ausgeglichen eingesetzt. Dieses System hat sich bewährt.“ Und so soll es auch bleiben, denn mit einem ausgeglichenen Torhütertandem lassen sich Meisterschaften und Cup-Endspiele gewinnen, so wie es die Vergangenheit zeigte.

 

 

Meisterschaft NLA

Aegerten-Biel – Oberwil Rebells  (Sa 17:30 Streethockeyplatz Biel)

Autor Pascal Melliger

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