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Startbereit für die Meisterschaft!


Mo, 30.08.2010

Im Vorfeld des Meisterschaftsbeginns kreuzten die Oberwil Rebells zweimal die Stöcke mit dem tschechischen Vizemeister HBC Škoda Plzeň. Die Erwartungshaltung der Zuschauer war hoch: Welches Hockey zelebrieren die Tschechen? Können die Oberwiler mithalten? Gesehen haben die 150 Zuschauer eine überzeugende Zuger Mannschaft, die Tschechen erfüllten ihre Reputation nur bedingt.

 

Spielfeldgrösse und Spielmodus sind in der höchsten Ligen der beiden Länder verschieden. Hauptunterschiede bestehen darin, dass im Ausland eine Mannschaft aus 5 Feldspielern besteht  -  und nicht aus 4 wie in der Schweiz - und mit Offside-Regel gespielt wird. Für den Kräftevergleich in Zug hat man sich geeinigt, je ein Spiel nach nationaler und internationaler Regel durchzuführen.

 

Rebellen dominieren

Wies das erste Spiel zu Beginn eher abwartenden Charakter auf, so bereitete den Tschechen mit fortlaufender Spieldauer die Umstellung ihres Spielsystems grosse Mühe. Sie konnten wohl das 1:0 durch die Oberwiler Neuerwerbung Andrew Hildreth noch ausgleichen, mit dem 2:1 durch Kapanek in der 17. Minute war aber ihr Widerstand gebrochen.

Die Rebells, die sich in einer beneidenswerten Frühform befinden, strotzten vor Spielwitz und beherrschten das Spiel in allen Belangen. Das harte Sommertraining macht sich bezahlt; bei dem breiten und ausgeglichenen Kader ist grosses Engagement, Spielwitz und harter, aber fairer Körpereinsatz jedes Einzelnen jedoch auch notwendig, will man sich im Mannschaftsaufgebot behaupten.

 

Torschützen gesucht!

Die zweite Partie entwickelte sich zu einem temporeichen Spiel auf beachtlichem Niveau bei dem sich die Torhüter immer wieder auszeichnen konnten. Die Rebells knüpften an ihre vorzügliche Leistung vom Vormittag an und zeigten keinerlei Schwierigkeiten an der Umsetzung der internationalen Spielregeln; sie überzeugten durch Kampf und Einsatz. Die Tschechen liessen ihr versiertes Spiel nur für kurze Momente aufblitzen und profitierten bei ihren beiden Treffern von vermeidbaren individuellen Fehlern der Zuger. In der Schlussphase konnten sich die Spieler aus Böhmen bei den Zuger Stürmern für den Sieg bedanken, die zahlreiche hundertprozentige Chancen nicht verwerten konnten.

 

Hildreth – Attraktion und Bereicherung

Viele Augen waren auf den US-Amerikaner gerichtet, der sein Debut im Dress der Oberwil Rebells gab. Hildreth, erst seit einigen Tagen im Zugerland, bestach nicht nur durch seine stupende Technik, sondern gab in der letzten Minute auch seine Visitenkarte in Bezug auf Körpereinsatz ab. Dieser Spieler bedeutet eine echte Bereicherung der Schweizer Streethockeyszene.

 

Spiel 1 (nach SSHA-Regeln):

Oberwil Rebells - HBC Škoda Plzeň 9:2 (3:1, 2:0, 4:1)

Sidler; van Orsow, Döbeli; Nisevic (1), Hildreth (2); Kapanek (1), Bossard; M. Beiersdörfer, Demiriz; Meier, Sonderegger; Stucki (1), Melliger (1); P. Beiersdörfer (1), Wismer; Risi, Trütsch (1); Stuppan, Merz (1), Keiser.

Schiedsrichter: Sakkas/Bertschi; Strafen: Oberwil 1 x 2 Minuten, Plzen: 6 x 2 Minuten;  Torfolge: 1:0, 1:1, 9:1, 9:2

 

Spiel 2 (nach internationalen Regeln):

Oberwil Rebells – HBC Škoda Plzeň 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)

Sidler (ab 30. Min. Wohlgemut); Keiser, Döbeli; Nisevic, Hidreth; Kapanek, Bossard; M. Beiersdörfer, Demiriz; Meier, Sonderegger; Stucki, Melliger; P. Beiersdörfer, Wismer (1); Risi, Trütsch; Stuppan, Merz.

Schiedsrichter: Sakkas/Seiler; Strafen: Oberwil: 2 x 2 Minuten, Plzen 5 x 2 Minuten; Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2

 

Bericht von Peter R. Hofmann


Impressionen vom Spiel:


Oberwils Fabian Keiser im Kampf vor dem Tor gegen Weltmeister Jan Pospíšil (#8)

 


Rebells Neuerwerbung Andrew Hildreth

 


Rückkehrer Patrik Merz im Zweikampf um den Ball

 

Autor Die Redaktion

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