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Yannick Strähler wechselt an den Zugersee


Mo, 04.07.2011

Der schon seit längerer Zeit geplante Transfer des Belpers Yannick Strähler an den Zugersee ist nun definitiv. Der 23 Jährige Verteidiger verstärkt ab der kommenden Saison die 1. Mannschaft der Oberwil Rebells.

Strähler gilt als technisch versierter Spieler, mit sehr guten läuferischen Fähigkeiten und dem Auge für den ersten Pass. Die Oberwil Rebells begrüssen Yannick Strähler im Verein und wünschen ihm alles Gute und eine erfolgreiche Saison.

Interview mit Yannick Strähler

Der Wechsel von dir nach Oberwil war immer wieder ein Thema, nun ist es definitiv. Deine Gründe für den Wechsel?

Wer denkt, der Grund für meinen Wechsel besteht im gewinnen eines Titels hat weit gefehlt. Ich ent-schied mich vor allem aufgrund der persönlichen Hintergründe mit einzelnen Spielern des Teams (Ra-phael Melliger,Severin Meier, Patric Beiersdörfer) für einen Transfer. Bereits vor Jahren und nach di-versen Zusammenzügen mit der Nationalmannschaft kam der Gedanke auf, eines Tages zusammen mit diesen Leuten auch auf nationaler Ebene in einer Mannschaft zu spielen. Dieses Ziel habe ich nicht aus den Augen verloren.
Dazu kommt, dass mir auch die Mentalität des ganzen Klubs imponiert hat. Der Verein arbeitet seit Jahren in die richtige Richtung, um unsere Sport als Ganzes, in verschiedenen Belangen weiterzubringen.


Du hast als Junior bei Belp mit Streethockey begonnen und kennst den Verein in und auswendig. Was erwartest du nun in einem neuen Verein wie den Rebells zu finden?

Ich habe in Belp viele Erfahrungen sammeln dürfen und habe mich aufgrund der Rahmenbedingungen zu dem Spieler entwickeln können, der ich heute bin. Wie oben erwähnt, erwarte eine gut organisierte, Familiäre Atmosphäre. Ein Verein, der eine hohe Erwartungshaltung gegenüber seinen Mitgliedern hat, aber auch umso mehr zurückgibt. Eine optimale Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Spielbetrieb.
Eine Mannschaft die dem Erfolg alles unterstellt, was dafür nötig ist und in allen Bereichen, trotz aller Erfolge, immer wieder Fortschritte erzielen will.

Als vormals aussenstehender, was waren deine bisherigen Eindrücke der Rebells?

Ich denke, die Oberwil Rebells holen das Beste aus ihren Möglichkeiten heraus, um unsere Sportart so gut als möglich zu fördern. Weiter ist dieser Verein ein erfolgsorientierter Betrieb, welcher seine Ziele nicht aus den Augen verliert und viel Aufwand sowohl auf als auch neben dem Spielfeld betreibt um stets weiterzukommen. Aufgrund dieser Tatsache entstehen viele Neider, welche die Arbeit die in Zug verrichtet wird, nicht anerkennen. Die ganze Entwicklung des Vereins spricht Bände. Klar geniessen die Rebells auch aufgrund des Standortes gewisse Vorteile, die andere Vereine sich nur erträumen können. Doch auch Oberwil musste hart für das heutige Ergebnis Arbeiten. Dies geht wohl sehr schnell vergessen.

Welche Fähigkeiten bringst du als Spieler mit und in welcher Rolle würdest du dich im Team sehen?

Die Rolle, die ich schlussendlich im Team spielen werde, entscheiden die Trainer aufgrund meiner Fähigkeiten und Trainings. Da ich zu einem perfekt harmonierenden Team stossen werde, ist es noch zu früh, um meine Rolle genau zu umschreiben. Ich habe jedoch keine Angst, dass mir das Trainergespann eine richtige Rolle zuweisen wird. Für mich ist wichtig, auch eine gewisse Verantwortung übernehmen zu können. Meine Qualitäten liegen sicher im spielerischen Bereich. Als Kämpfer würde ich mich daher nicht direkt bezeichnen. Ich denke meine Fähigkeiten liegen im Passspiel, der Übersicht und meinen läuferischen und technischen stärken.

Ein neuer Spieler in den Reihen der Rebells steht immer unter Erfolgsdruck. Merkst du bereits etwas davon oder wie gehst du damit um?

Dies ist ein weiterer Grund für meinen Wechsel. Ein gewisser Druck muss vorhanden sein. Nur so ruft man die bestmögliche Leistung ab. Ich gehe diese "Projekt" auch an, um mich persönlich noch einen grossen Schritt weiterzuentwickeln. Ich habe noch nicht das Optimum aus mir herausgeholt. Ich hoffe, mit Hilfe der neuen Umgebung, diesem näher zu kommen. Daher bin ich froh, dass die Erwartungen an mich sehr hoch sind. Alles andere wäre kontraproduktiv. Es verschafft mir auch die nötige Motivation um weiterzukommen. Ich muss mich erneut beweisen. Darauf freue ich mich am meisten.

Die Oberwil Rebells streben den Erfolg jederzeit zu 100% an, wenn jemand seine Leistungen nicht bringt muss er "Sitzen". Das kann auch dir passieren und hättest du ein Problem damit?

Noch vor drei Jahren hätte ich gelogen, hätte ich nein gesagt. Fakt ist, dass ich mich aufgrund von pri-vaten Erlebnissen auch als Spieler verändert habe. Ich musste eine komplette Saison aussetzen. Habe auch anschliessend mit weiteren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen gehabt, welche mich dazu zwangen, vom Spielfeldrand aus zuzuschauen. Ich habe gelernt damit umzugehen. Umso mehr geniesse ich heute die Möglichkeit auf dem Platz zu stehen und aussergewöhnlichen Momente zu geniessen. Sollte ich meine Leistung nicht bringen, muss ein Zeichen gesetzt werden. Nicht zuletzt an mich selber. Weiter kommt dazu, dass innerhalb des Teams genügend Spieler zur Verfügung stehen, um Andere zu ersetzen. Genau dieser Druck ist positiv.

Was macht es deiner Meinung nach aus, dass Oberwil wenn es wichtig ist immer gewinnt?


Natürlich spielt die Erfahrung eine wichtige Rolle. Um in entscheidenden Momenten die beste Leistung abzurufen braucht es vor allem Eines; Positive Erinnerungen und Emotionen. Wer in wichtigen Phasen an negative Erlebnisse denkt, kann sich nicht entfalten. Diesen Vorteil sollte man aus psychologischer Sicht nicht unterschätzen. Von diesen Momenten haben die Oberwiler ja bekanntlich genügend.
Dementsprechend können die Rebells den bekannten Schritt zulegen um sich in heiklen Situationen zu steigern.
Zu all den psychologischen Merkmalen kommt dazu, dass sie ganz einfach über hochtalentierte Spieler verfügen. Im Zusammenhang mit dieser Frage taucht für mich  auch unwiderruflich der Name Matthias Häni auf. Ich denke, er spielt in der Entwicklung der Mannschaft eine enorm wichtige Rolle.

Im Nachhinein betrachtet, woran lagen die Gründe, dass es in der letzten Saison den Belpern im Cup sowohl im Playoff-Final nicht reichte gegen Oberwil zu gewinnen?


Die Gründe können auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Ist die Niederlage im Cupfinal ganz klar auf die schlechte Tagesleistung des gesamten Teams und die unglaubliche Effizienz der Oberwiler zurückzuführen, so sieht das Verdikt im Playoff-Final etwas anders aus. Es waren sowohl individuelle Fähigkeiten, Erfahrungen und Routine ausschlaggebend. Auch die Präsenz von zwei über-ragenden Ausländern darf nicht vergessen werden. Daher ist sicherlich auch die Breite des Kaders ein Grund der Differenz. Wie oben erwähnt, haben die Rebells das Potential, in wichtigen Momenten die Bereitschaft um den Sieg noch zu erhöhen. Sie haben diesen Final mit Routine professionell runter gespielt. Der Unterschied zwischen den beiden Teams, so finde ich, ist aber trotzdem deutlich kleiner geworden. Dies hängt sicher damit zusammen, dass Spieler wie Fuchs, Faina und Wittwer bereits in jungen Jahren sehr viel Verantwortung übernommen haben. Die spielerische Klasse ist definitiv vor-handen. Können Sie die Spieler halten und machen noch ein zwei gute Transfers, werden sich auch nächste Saison unser grösster Konkurrent sein.

Du wohnst und arbeitest derzeit immer noch in Belp und wirst für die Trainings und Spiele mit dem Zug hin und her pendeln. Ein grosser Zeitaufwand den du dir da aufhalst?

Ich bin mir bewusst, dass dieser Schritt auch einiges Kopfschütteln nach sich zieht. Ich betreibe jedoch diesen Sport mit einer derart grossen Leidenschaft, dass ich auch gewisse Aufwände in Kauf nehme um persönlich und sportlich weiterzukommen. Der Verein der mir dies meiner Auffassung nach am besten bieten kann, liegt nun mal etwas weiter entfernt. Ich bin aber gerne bereit dies auf mich zu nehmen, um meine Fähigkeiten in dieser Sportart zu optimieren. Durch private Erfahrung mit dem Pendeln, bin ich mir durchaus im klaren, was diese Distanz bedeutet, habe aber kein Problem damit.

Steckbrief

Grösse: 183 cm
Gewicht: 82 Kg
Geburtsdatum: 16.10.1987
Wohnort: Belp
Beruf: Treuhänder
Lieblingsmusik: Incubus/ Linkin Park
Lieblingsbuch: Sidney Crosby, Taking the game by storm
Lieblingsfilm: Stepbrothers
Lieblingsessen: Chinesisch
Lieblingsgetränk: Sprite
Hobbies: Sport allgemein, Freunde
Vorbild: Sidney Crosby
Lieblingsgegner: Grenchen
Angstgegner: Belp ;)
Motto: Dont regrett anything you do, cause in the end, it makes you who you are!
Saisonziel: Double

 

Autor Die Redaktion

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