Oberwil Rebells   vs.   Sierre Lions   14 : 4
12.12.2010 14:00 - Herti Allmend (Meisterschaft)
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Score 1 2 3 OT P
Oberwil Rebells 14 3 4 7 0 0
Sierre Lions 4 1 2 1 0 0

SCHIEDSRICHTER 1: Delay St. SCHIEDSRICHTER 2: Seiler P.
ZEITNEHMER: Peter M. ZUSCHAUERZAHL: 220


Tore:
10. Hildreth (Häni) 1:0. 13. Sonderegger 2:0. 17. Hildreth (Häni) 3:0. 18. Muchagato (Schildknecht) 3:1. 21. Kapànek (Bossard / Ausschluss Steiner) 4:1. 22. Muchagato (Métroz, Hossinger / Ausschluss Van Orsouw) 4:2. 24. Heynen (Métroz) 4:3. 26. Kapànek (Merz) 5:3. 27. Kapànek (Merz, Wismer) 6:3. 32. Kapànek (Wismer, Melliger R. / Ausschluss Hossinger) 7:3. 44. Melliger R. (Häni) 8:3. 48. Sonderegger (Döbeli, Keiser) 9:3. 50. Merz (Kapànek / Ausschluss Heynen) 10:3. 53. Hildreth (Melliger R.) 11:3. 54. Döbeli (Keiser) 12:3. 56. Melliger R. (Keiser) 13:3. 57. Métroz (Schildknecht, Muchagato / Ausschluss Kapànek) 13:4. 60. Wismer (Stucki, Hildreth) 14:4.

Strafen:
Oberwil: 9 x 2 Min. plus 2 x 10 Min. (Häni, Stucki)
Sierre 10 x 2 Min. plus 1 x 10 Min. (Schildknecht)

Oberwil:
Sidler S. (ET: Melliger P.); Bossard, Kapànek, Hildreth, Melliger R., Van Orsouw, Beiersdörfer M.; Wimser, Merz, Stucki, Häni, Keiser, Sonderegger, Stuppan.

Gegner:
Rigoli (ET: Chavaillaz); Marti, Heynen, Hossinger, Muchagato, Tenud; Steiner, Ruppen, Schildknecht, Métroz, Häni, Cina.

Bemerkungen:
Oberwil ohne Nisevic, Demiriz, Risi, Meier, Trütsch, Baume, Beiersdörfer P.
54. Time-Out Sierre

Spielbericht

Rumpel Hockey zum Abschluss
Am letzten Sonntag gastierten die Sierre Lions in Zug zum Spitzenkampf und letzten Qualifikationsspiel vor der Weihnachtspause. Dass die Rebells mit zehn Toren Abstand die Walliser wieder auf die Heimreise schickten, spricht eigentlich für einen klaren Sieg der Oberwiler. Doch das Ergebnis täuscht. Die Rebells mussten nach einer 4:1 Führung den aufsässigen und läuferisch starken Lions zwei Anschlusstreffer zugestehen, um dann endlich den richtigen Gang einzulegen. Kapànek schoss nach der Tempoverschärfung innert kürzester Zeit vier Treffer und leitete damit den Verlauf der Partie in die richtigen Bahnen. Alle drei Linien zeichneten sich an diesem Sonntag mit Toren aus, Sonderegger mit zwei, Hildreth mit drei Treffern. Mit seinem persönlich dritten Erfolg deutete der US-Amerikaner den Zuschauern sein enormes Potential eindrücklich an, welches er leider noch zu selten zeigt. Mit einem Solo über das gesamte Feld, umkurvte er Sierres Paradelinie und liess dem gegnerischen Torhüter mit einem satten Handgelenkschuss keine Abwehrchance.

Revanche nicht nur spielerisch

Die Walliser durften im Hinspiel als einziges Team in der laufenden Meisterschaft die Rebells besiegen. Da lag es auf der Hand, dass die Oberwiler noch eine Rechnung zu begleichen hatten und dies demonstrierten sie eindrücklich. Wie auf Knopfdruck, als Sierre aufzuholen begann, schalteten die Rebells zwei Gänge höher und liessen dem Gegner keine Chance mehr. Doch nicht nur spielerisch sollten Rechnungen beglichen werden, der hinterhältige Stockendstich des Tschechens im Dienste der Lions, Jindrich Hossinger, an Oberwils Kapànek ging nicht vergessen und diese Tätlichkeit war denn auch während des Spiels in den Köpfen der Rebells omnipräsent. Dies entging auch den zahlreich erschienen Zuschauern nicht, jede Aktion gegen Sierres Hossinger wurde mit einem harten Check fertig gemacht und er wurde jeweils hautnah gedeckt. Mit dieser Spielart hatte er sichtlich Mühe und er fand kaum ins Spiel. Der Höhepunkt dieser Provokationen endete darin, dass Hossinger Oberwils Kapànek in einem Infight den Ellbogen (ungeahndet) ins Gesicht rammte und beim Gang in die Garderobe sich viele "Nettigkeiten" anhören musste.

Bilanz vor Weihnachten

Die Rebells sind selten so stark in eine Meisterschaft gestartet und dominieren die Qualifikation, während die direkte Konkurrenz Punkte gegen vermeintlich schwächere Gegner liegen lässt. Durch die Ausfälle der beiden Leader Henzi und Rindlisbacher im Lager der Grenchner, fielen diese regelrecht in ein Loch und finden sich derzeit auf dem sechsten Zwischenrang wieder. Auch Belp fand noch nicht richtig zu ihrem Spiel. Nachdem sie die letztjährige Meisterschaft dominierten sind die Spieler von Coach Müller noch nicht richtig wach. Mit dem Ex-Grenchner Michael Zürcher kam etwas mehr Feuerkraft ins Team (2 Spiele, 5 Tore, 8 Punkte) und mit dem neuen Spielfeld wird sicherlich auch eine neue Euphoriewelle ausbrechen (Premierenspiel mit 12:1 gegen Martigny gewonnen). Die Wundertüte der Liga ist und bleibt Aegerten. Die Berner liegen derzeit auf dem vierten Tabellenrang, mit umkämpften Siegen gegen die Grossen, doch nie so richtig überzeugend. Anfänglich hiess die Saisonüberraschung klar SHC La Chaux-de-Fonds. Niemand hat den Neuenburgern viel Kredit zugetraut, mit Siegen gegen direkte Konkurrenten liegen sie aber derzeit über dem Strich. Die absolute Überraschung kommt aus dem Säuliamt. Der SHC Bonstetten-Wettswil schlich sich lautlos an der Konkurrenz vorbei und liegt nach fünf Siegen in Serie acht Punkte hinter Leader Oberwil auf dem zweiten Rang.

Für die Oberwiler ist klar, dass mit der derzeitigen Leistung noch kein Blumentopf gewonnen ist. Das Spiel der Rebells ist voll in Fahrt, doch abgerechnet wird in den Playoffs. Im Frühling muss der Leistungshöhepunkt abgerufen werden. Bisher konnten sich die Rebells aber immer steigern und wurden auf die entscheidenden Spiele hin nochmals besser. Falls diese Leistungskurve auch in dieser Saison nochmals zum ansteigen gebracht werden kann, dann wird es für die anderen NLA-Mannschaften sehr schwierig werden, die Oberwiler an einer erneuten Titelverteidigung zu hindern.

Bericht von: Die Redaktion

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