Oberwil Rebells   vs.   Sierre Lions   10 : 5
06.03.2011 14:00 - (CUP)
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Score 1 2 3 OT P
Oberwil Rebells 10 5 4 1 0 0
Sierre Lions 5 3 2 0 0 0

SCHIEDSRICHTER 1: Gil M. SCHIEDSRICHTER 2: Seiler P.
ZEITNEHMER: Senn S. ZUSCHAUERZAHL: 250


Tore:
2. Bossard (Keiser) 1:0. 4. Keiser (Sonderegger, Bossard) 2:0. 7. Beiersdörfer P. (Häni, Kapánek / Ausschluss Schildknecht) 3:0. 8. Melliger R. (Hildreth, Stucki / Ausschluss Schildknecht) 4:0. 13. Hildreth (Beiersdörfer M., Wismer) 5:0. 14. Schildknecht (Bielmann) 5:1. 18. Hossinger (Schildknecht, Muchagato / Ausschluss Hildreth, Bossard) 5:2. 19. Muchagato (Duc, Hossinger / Ausschluss Bossard) 5:3. 27. Melliger R. (Wismer, Meier ) 6:3. 30. (29:12) Marchuk (Muchagato, Bielmann / Ausschluss Häni) 6:4. 30. (29:30. Beiersdörfer P. (Merz, Beiersdörfer M.) 7:4. 33. Marchuk (Duc, Muchagato / Ausschluss Wismer) 7:5. 35. Häni (Sonderegger) 8:5. 38. Kapánek (Häni / Ausschluss Marchuk) 9:5. 58. Wismer (Meier, Kapánek) 10:5.

Strafen:
Oberwil: 7 x 2 Min. plus 1 x 10 Min. (Beiersdörfer P.)
Sierre 5 x 2 Min. plus 1 x 10 Min. (Hossinger)

Oberwil:
Melliger P. (ET: Sidler S.); Beiersdörfer M., Kapánek, Melliger R., Hildreth, Van Orsouw, Bossard, Döbeli; Beiersdörfer P., Merz, Stucki, Meier, Keiser, Sonderegger, Wismer, Häni.

Gegner:
Bollinger; Crettaz, Heynen, Hossinger, Muchagato, Bielmann, Ruppen St., Beaupain, Marti; Duc, Marchuk, Schildknecht, Häni, Steiner, Ruppen Ch., Tenud.

Bemerkungen:
Oberwil ohne Stuppan, Nisevic, Demiriz, Risi, Trütsch, Baume.
08. Time-Out Sierre.
Fabian Keiser in der 4. Spielminute Verletzt ausgeschieden.

Spielbericht

Oberwil zum siebten Mal in Serie im Finale

In einem auf beiden Seiten hart geführten Spiel sichern sich die Oberwil Rebells zum siebten Mal hintereinander das Ticket für den Cup-Final. Mit 10:5 schlagen die Rebells die Sierre Lions, welche den Rebells ein spannendes Spiel lieferten.

Wie die Feuerwehr legte das Heimteam los, die Sierre Spieler wurden richtiggehend zu Zuschauern degradiert. Fabian Keiser, zuerst mit einem Zuspiel auf Bossard und dann selbst Torschütze zum 2:0, fiel bereits nach knapp vier gespielten Minuten aus. "Ich hatte schon die ganze Woche ein komisches Gefühl im Oberschenkel, als ich schliesslich bei meinem Treffer auf das Tor loszog, zwickte es genau an der Stelle und ich musste wegen einer Zerrung vom Feld. Zum Glück konnte ich den Ball noch versenken!", sagte der Pechvogel nach dem Spiel. Mit diesem Start hätte es für Keiser wohl ein super Spiel gegeben, doch das Team musste fortan auf den Goalgetter verzichten.

Als die Schiedsrichter einen Stockendstich an Matthias Beiersdörfer kurz darauf nicht ahndeten, schlug derselbe Spieler noch im selben Einsatz Andrew Hildreth den Stock ins Gesicht und wurde für dieses Vergehen wenigstens doch noch mit 2+2 Minuten von den Unparteiischen in die Kühlbox verfrachtet.

Nach zwei Überzahlsituationen mit zwei herrlich herausgespielten Toren der Oberwiler und als Hildreth nach zwölf Minuten zum fünften Mal einschob, schien die Partie bereits gelaufen zu sein. Bis dahin war von den Wallisern kaum eine offensive Aktion zu sehen. Wie die Jungfrau zum Kind, kamen sie deshalb wie aus dem Nichts zum ersten Treffer.

Sierre wusste aber, dass sie an diesem Tag bei Gleichbestand der Kräfte kaum eine Chance haben werden. Deshalb suchten sie ihr Glück in Provokationen und die Partie wurde ruppiger. Während Andrew Hildreth bereits auf der Strafbank sass, gesellte sich Thomas Bossard wegen einer unnötigen Behinderung zu ihm und Sierre durfte mit zwei Mann mehr in Überzahl agieren. Dass die Lions eines der gefährlichsten Überzahlspiele haben, bewiesen sie gleich den Zuschauern. Mit zwei Treffern schlossen sie wieder zu den Rebells auf und das Spiel war vor der Pause wieder völlig offen. "Unglaublich, dass wir den Gegner nach diesem Start wieder ins Spiel kommen liessen. Wir müssen uns selber an der Nase nehmen, dass Sierre wieder Moral tanken konnte", kritisierte Oberwils Teamcaptain Raphael Melliger die Situation nach dem ersten Drittel.

Undiszipliniertheiten hemmten den Spielfluss

Im Mittelabschnitt blieb die Partie gehässig und sie wurde zunehmend unsportlicher. Zuerst knallte Sierres Tscheche Hossinger einen Oberwiler von hinten in die Bande, doch auch Oberwil kassierte ein paar Minuten später für dasselbe Vergehen eine Strafe. Es kam kein richtiger Spielfluss mehr auf, was den Wallisern extrem entgegen kam. Denn bei vier gegen vier Feldspieler hatten sie nicht viel Einfluss auf das Spiel und waren merklich froh über Unterbrüche, bei denen sie wechseln konnten. Gab es doch ein paar brenzlige Situationen vor dem Oberwiler Tor, war Pascal Melliger zur Stelle und beruhigte die Situation. Mit cleverem Verhalten in den Zweikämpfen holten die Lions aber weiterhin die nötigen Überzahlsituationen heraus, die Sierres zweiter Söldner und Neuzugang aus Kanada, Kevin Marchuk, zu weiteren zwei Treffern ummünzte. Dies sollten aber die letzten beiden Treffer der Gäste gewesen sein, denn die Rebells hatten auf die Gegentreffer jeweils die passende Antwort und so konnte Sierre nie als auf zwei Tore Abstand herankommen. Mit zwei Treffern vor der Pause distanzierten sich die Oberwiler mit vier Treffern zum Zwischenstand von 9:5.

Der Schlussabschnitt flachte etwas ab, Oberwil verwaltete den Vorsprung geschickt, holte kaum Strafen und bei Sierre war die Luft draussen. Sie konnten nicht mehr reagieren oder ein Schlussfeuerwerk zünden, die ersten vierzig Minuten hatte ihnen zu viel Kraft gekostet und alles abverlangt. Auch wenn sie für dieses Spiel alles aufgeboten haben was Rang und Namen hat, reichte es nicht gegen dieses Oberwil. Selbst Ex-Sierre Meisterspieler Daniel Wobmann wurde für dieses Spiel als Joker als Coach an die Bande berufen, doch für die Überraschung hat es schliesslich nicht gereicht.

Sieben Cup-Finals, sieben Mal Oberwil Rebells

Die Rebells stehen mit diesem Sieg erneut am Ostersamstag im Cup-Final. Gegner ist dabei ein alter Bekannter, der SHC Belp 1107. Bereits zum vierten Mal stehen sich die beiden Teams im Cup-Final gegenüber. Belp setzte sich in der anderen Halbfinalpartie gegen den SHC Bonstetten-Wettswil eindrücklich durch, führte bereits nach zwei Dritteln mit 9:0 und setzte für den Final damit ein erstes Zeichen. Oberwil organisiert wie immer eine Carfahrt. Anmeldung dazu in Kürze auf der Vereinshomepage

Bericht von: Die Redaktion

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