Oberwil Rebells   vs.   SHC Grenchen-Limpachtal   7 : 4
10.04.2011 14:00 - Herti Allmend (Playoff)
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Score 1 2 3 OT P
Oberwil Rebells 7 2 1 4 0 0
SHC Grenchen-Limpachtal 4 2 0 2 0 0

SCHIEDSRICHTER 1: Sakkas A. SCHIEDSRICHTER 2: Fawer M.
ZEITNEHMER: Stocker Ch. ZUSCHAUERZAHL: 391


Tore:
2. Stucki 1:0. 9. Henzi 1:1. 19. Kohler 1:2. 20. Hildreth (Melliger R. / Ausschluss Jenni F.) 2:2. 23. Bossard (Kapánek / Ausschluss Henzi) 3:2. 44. Aebi 3:3. 45. Melliger R. (Stucki, Meier) 4:3. 47. Kapánek (Stucki, Melliger R. / Ausschluss Kohler) 5:3. 55. Melliger R. (Hildreth / Ausschluss Rindlisbacher S.) 6:3. 57. Jenni F. (Röthlisberger) 6:4. 58. Kapánek (Stucki) 7:4.

Strafen:
Oberwil: 8 x 2 Min. plus 1 x 10 Min. (Wismer)
Grenchen 6 x 2 Min.

Oberwil:
Sidler S. (ab 34. Melliger P.); Bossard, Kapánek, Beiersdörfer M., Hildreth, Van Orsouw, Döbeli; Stucki, Merz, Meier, Melliger R., Keiser, Sonderegger; Häni, Wismer.

Gegner:
Fankhauser (ET: Hirschi); Rindlisbacher St., Marti, Kunz, Däppen, Aebi, Rindlisbacher S., Siegenthaler, Jenni F.; Jenni T., Sterchi, Henzi, Röthlisberger, Tschantz, Kohler, Rothenbühler.

Bemerkungen:
Oberwil ohne Beiersdörfer P., Stuppan, Demiriz, Nisevic, Baume, Risi, Trütsch.

Spielbericht

Rebells bodigen Grenchen

In einem auf beiden Seiten intensiv geführten Spiel bezwingen die Oberwil Rebells den SHC Grenchen-Limpachtal mit 7:4 Toren. Über die gesamte Partie gesehen geht der Sieg für die Oberwiler sicherlich in Ordnung, doch hätte der Ausgang des Spiels auch einen komplett anderen Verlauf nehmen können, hätte Grenchen einen Teil der vielen Überzahlmöglichkeiten genutzt.

Im Gegensatz zum Viertelfinale darf man den Rebells hoch anrechnen, dass sie heute das perfekte Unterzahlspiel abgeliefert haben. Bei acht kleinen Strafen behielt die Mannschaft gegen ein ansonsten kaltblütiges Grenchner Powerplay eine blütenweisse Weste. "Sid (Stephan Sidler, Anmerkung der Redaktion) zeigte im Boxplay Big Saves und auch die Vorderleute verrichteten heute einen hervorragenden Job. So war es dann auch für mich, als ich ab Spielhälfte ins Tor kam, einfacher das Spiel zu lesen, als noch gegen Bettlach", meinte Pascal Melliger zum überzeugenden Unterzahlspiel. "Das war der Schlüssel zum Erfolg. Grenchen erzielte keinen Powerplay-Treffer, wir hingegen deren Vier, die den Unterschied ausmachten", so Melliger weiter.

Das Powerplay funktionierte gut und hätten die Rebells die Feldüberlegenheit im ersten Drittel besser ausgenutzt, wäre die Partie wohl schon früher entschieden gewesen. Doch Captain Melliger, Meier und Merz versiebten Chancen zu Hauf, Dave Fankhauser im Gäste-Tor machte seinen Laden dicht und behielt damit sein Team im Spiel. Mit dem 2:2 Unentschieden ging es in die Pause. Im zweiten Abschnitt kam kaum ein Spielfluss auf, die Strafbank war auf beiden Seiten stets besetzt. Die Teams agierten lediglich etwa gefühlte fünf Spielminuten bei Gleichbestand der Kräfte. Die Rebells überstanden beim Stand von 3:2 sogar eine doppelte Unterzahl schadlos.
Thomas Bossard schoss den einzigen Treffer im Mittelabschnitt.

Eine wüste Szene ereignete sich dann kurz nach Wiederanpfiff, ein hoher Stock traf US-Amerikaner Hildreth im Gesicht und dieser musste mit blutendem Mund auf der Bank verarztet werden. Zum Leidwesen der Rebells hatten die beiden Unparteiischen die Aktion nicht gesehen und dürfen laut neusten Weisungen der Schiedsrichter Organisation keine Strafen verteilen, wenn sie das Foul nicht selber gesehen haben, auch wenn Blut fliesst. Absolutes Unverständnis auf der Rebells-Spielerbank. Hildreth konnte nach einem Trikotwechsel und neuem Helm mit Gesichtsschutz die Partie zu Ende spielen. Aufgewühlt durch die nicht geahndete Strafe fehlte den Rebells die Konzentration und kassierten dadurch prompt den Ausgleich. Doch es dauerte bloss eine Minute, da legte Raphael Melliger seine gesamten angestauten Emotionen in den nächsten Schuss und donnerte den Ball zur erneuten Führung in die Maschen.

Die über 350 Zuschauer sahen bis dahin ein unterhaltsames und spannendes Spiel, bis Oberwil mit zwei Powerplay-Treffer die Partie entschied. "Es ist immer schön vor so einer Zuschauerkulisse zu spielen und wenn dann unsere Fans noch anfangen zu singen und uns anzufeuern, motiviert das die Mannschaft gleich noch mehr", freute sich Pascal Melliger über die tolle Fankulisse!

Oberwil siegte dank der besseren Powerplayauswertung und eines hervorragenden Unterzahlspiels. Mit diesem Sieg in der Tasche reisen die Rebells am kommenden Sonntag nach Grenche zum ungemein schwierigeren Spiel. Mit dem Messer am Hals und dem Rücken an der Wand mobilisieren die Solothurner stets neue Kräfte und werden den Rebells nochmals alles abverlangen um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.

Bericht von: Die Redaktion

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