Oberwil Rebells   vs.   SHC Belpa 1107   18 : 10
23.04.2011 17:00 - Thun (CUP)
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Score 1 2 3 OT P
Oberwil Rebells 18 2 2 6 0 0
SHC Belpa 1107 10 4 8 6 0 0

SCHIEDSRICHTER 1: Seiler P. SCHIEDSRICHTER 2: Gil M.
ZEITNEHMER: Bütikofer A. ZUSCHAUERZAHL: 1080


Tore:
5. Zürcher (Faina A.) 1:0. 7. Reber (Fuchs) 2:0. 8. Stucki (Sonderegger) 2:1. 10. Merz (Wismer, Kapánek) 2:2. 11. Beiersdörfer M. (Melliger R.) 2:3. 20. Häni. 2:4. 22. Bossard 2:5. 23. Kapánek (Wismer) 2:6. 28. Kapánek (Wismer) 2:7. 29. (28:06) Hildreth (Keiser) 2:8. 29. (28:43) Bossard (Kapánek) 2:9. 33. Merz (Wismer) 2:10. 36. (35:26) Hildreth (Wismer, Merz) 2:11. 36. (35:53) Wittwer (Reber) 3:11. 40. (39:00) Bossard (Kapánek, Häni / Ausschluss Faina A.) 3:12. 40. (39:27) Wittwer 4:12. 41. Bossard (Kapánek / Ausschluss Wittwer) 4:13. 43. (42:07) Häni (Melliger R., Bossard / Ausschluss Wittwer) 4:14. 43. (42:50) Reber (Wittwer) 5:14. 44. (43:32) Fahrni D. (Hirschi) 6:14. 44. (43:55) Wittwer (Fahrni T.) 7:14. 46. Zürcher 8:14. 51. (50:18) Hildreth (Häni, Kapánek / Ausschluss Hirschi) 8:15. 51. (50:49) Zürcher (Faina A.) 9:15. 54. Häni (Kapánek / Ausschluss Schmid) 9:16. 55. Kapánek (Hildreth / Ausschluss Schmid) 9:17. 59. Fahrni D. (Faina F.) 10:17. 60. Stuppan (Hildreth, Stucki) 10:18.

Strafen:
Belp: 8 x 2 Min.
Oberwil 2 x 2 Min.

Oberwil:
Sidler (ab 41. Melliger P.); Bossard, Kapánek, Beiersdörfer M., Hidlreth, Van Orsouw, Döbeli; Wismer, Merz, Melliger R., Keiser, Stucki, Sonderegger, Stuppan; Häni, Baume.

Gegner:
Mäder (ab 29. Hofmann); McFadden, Strähler Y., Fuchs, Hutmacher, Fahrni T., Hirschi, Burch, Schmid; Faina A., Zürcher, Wittwer, Reber, Fahrni D., Strähler R., Müller, Faina F., Streich, Schindler.

Bemerkungen:
Oberwil ohne Beiersdörfer P., Meier, Nisevic, Demiriz, Risi, Trütsch.
29. Time-Out Belp.
44. Time-Out Oberwil.

Spielbericht

Zum vierten Mal standen sich die Oberwil Rebells und Belp in einem Cupfinal gegenüber - zum vierten Mal mit demselben Sieger.

Bericht von Marcel Stadelmann (Neue Zuger Zeitung)

Während sich die Oberwiler Fans bereits drei Stunden vor Spielbeginn am Thuner Bahnhof lautstark aus dem benachbarten Biergarten bemerkbar machten, schienen die Spieler der Rebells mental selbst bei Spielbeginn noch nicht wirklich in Thun angekommen zu sein. So lässt sich zumindest der äusserst verhaltene Start des Titelverteidigers erklären. Nach sieben Minuten stand es bereits 2:0 für die Berner, die in Thun quasi ein Heimspiel hatten.

Ungewohnter Boden

Dieser Kaltstart könnte auf die ungewohnten Spielverhältnisse auf dem Parkettboden in der Thuner Mur-Halle zurückgeführt werden, der bis zu 30 Prozent schneller ist. Während Belp lediglich 20 Kilometer von Thun entfernt liegt und das Team in dieser Halle trainieren konnte, sind sich die Oberwiler nur Asphaltplätze gewohnt.

Doch der vermeintliche Nachteil war gar keiner, waren zumindest zwei Oberwiler Spieler überzeugt. «Das ist für mich ein normaler Boden. So bin ich es mir gewohnt», erklärte Andrew Hildreth, der US-Amerikaner im Dienste der Rebells. «Auf diesem Boden kann ich den Ball viel besser führen und meine Stocktechnik ausspielen.»

Und auch der vierfache Torschütze Thomas Bossard zeigte sich begeistert: «Ich liebe diesen Belag, er ist sehr geeignet zum Schiessen. Ich komme hierher in diese Halle, und die Schüsse gehen einfach rein. Das war bereits im letzten Jahr so.»

30 Minuten ohne Gegentor

Wie sich aus der Stimmungslage der beiden Spieler leicht interpretieren lässt, konnte der fünffache Cupsieger Oberwil auf den 0:2-Rückstand reagieren. Bereits wenige Sekunden nach dem zweiten Gegentor liess sich das Team den ersten Treffer gutschreiben. Und in der Folge zeigte besonders Stephan Sidler, Torhüter der Rebells, dass er sich an die Verhältnisse gewöhnt hatte. Er liess sich sage und schreibe 30 Minuten lang nicht mehr bezwingen – und das gegen die zweitbeste Offensive der Schweiz, die im Schnitt alle sechs Minuten ein Tor erzielt.

Innerhalb von drei Minuten konnten die Rebells den 2-Tore-Rückstand in eine Führung drehen. Stellvertretend für die starke Willensleistung der Zuger war das Tor zum 3:2. Nachdem der Torhüter einen Schuss blocken konnte, lief Mathias Beiersdörfer dem Ball über das ganze Feld nach, eroberte diesen mit einem sauberen Check und spielte ab auf Teamkollege Melliger. Dieser scheiterte am gegnerischen Torhüter, doch Beiersdörfer stand goldrichtig und konnte den Abpraller zur erstmaligen Führung verwerten – ein verdienter Lohn für seinen Aufwand.

Grosse Laufbereitschaft

Im zweiten Drittel fielen dann die Treffer der Rebells in regelmässigen Abständen. In der 36. Minute stand es bereits 11:2. Somit war die Entscheidung gefallen. Dazwischen fiel Torhüter Sidler wie erwähnt mit tollen Paraden auf, und als Mannschaft überzeugten die Oberwiler mit grosser Laufbereitschaft und vielen geblockten Schüssen. Bis zum Drittelsende musste sich Sidler dann doch noch zwei Mal bezwingen lassen. Danach durfte er vorzeitig unter die Dusche und überliess seinen Platz Pascal Melliger. Dieser kam wegen der nachlassenden Konzentration seiner Vorderleute gleich mächtig unter Beschuss und musste sich innert dreier Minuten gleich vier Mal bezwingen lassen. Nach einem Time-out fingen sich die Rebells aber wieder, und in der Folge fielen die Tore wieder auf beiden Seiten bis zum Schlussstand von 18:10.

Stadtrat überreicht Trophäe

Mit einer überzeugenden Leistung holten sich die Oberwil Rebells so den sechsten Cupsieg seit der Wiedereinführung dieses Wettbewerbs vor sieben Jahren. Jedes Mal mit dabei war Thomas Bossard. Dass jeder Sieg einzigartig ist, dürfte speziell für ihn in diesem Jahr nicht bloss eine Floskel sein. Denn überreicht wurde die Cup-Trophäe von seinem Vater, dem Zuger Stadtrat Andreas Bossard. «Das war völlig unerwartet. Ich wusste gar nicht, dass er überhaupt zuschauen kommt», zeigte sich Thomas Bossard nach dem Spiel überrascht.

Wiedersehen mit Belp angestrebt

Der erste Titel mit den Rebells war es hingegen für Andrew Hildreth: «Das ist ein tolles Gefühl. Doch noch besser wird es in ein paar Stunden sein, wenn wir am Feiern sind.»

Diese grosse Feier lässt sich das Team nicht nehmen, auch wenn am nächsten Wochenende in Zug bereits das entscheidende Spiel um den Einzug in den Meisterschafts-Final ansteht. Hildreth gibt sich siegessicher: «Wenn wir unser Spiel spielen und so auftreten wie im Cupfinal, dann werden wir dieses Spiel gewinnen.» Und somit in den Playoff-Final einziehen, was der Cupfinal-Verlierer Belp im Gegensatz zu den Zugern bereits vollbracht hat.

Bericht von: Die Redaktion

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