Rebells vor Titelverteidigung – Zwei Siege zum Auftakt des Play-Off Finals
Das erste Finalspiel am Samstag in Zug war von Beginn an umkämpft. Beide Teams agierten mit hoher Intensität und verteidigten konsequent. Die Rebells gingen im ersten Drittel zweimal in Führung, doch die Gäste aus Sierre behielten mit einem Treffer ihrerseits den Anschluss. Im zweiten Abschnitt gelang den Wallisern dann der erneute Ausgleich, bevor die Zuger im Schlussdrittel mit dem 3:2 durch Yanick Müller den entscheidenden Treffer erzielten. Die Defensive der Rebells zeigte sich stabil insbesondere das schnelle Umschalten von Offensive auf Defensive war ein Schlüsselfaktor für die geringe Anzahl Gegentore gegen die beste Offensive der Qualifikation. Allerdings brauchte es diverse Male einen hervorragend aufspielenden Sandro Iten im Tor. Der Torhüter bewies in zahlreichen Situationen, weshalb er aktuell die unbestrittene Nummer 1 im Team von Trainer Kapanek ist, denn als ungefährlich konnte man die Gäste keineswegs bezeichnen. Letztlich reichte die konzentrierte Defensivarbeit, um den knappen Vorsprung ins Ziel zu bringen.
Am Sonntag reisten die Rebells nach Siders zum zweiten Finalduell. Die Gäste aus Zug starteten druckvoll und gingen im ersten Drittel mit 2:0 in Führung. Auch im weiteren Spielverlauf blieben die Rebells dominant und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die Defensive stand erneut sicher, das Penalty Killing funktionierte mehr als nur zuverlässig. Im Schlussabschnitt nutzten die Zuger ihre Chancen konsequent und erhöhten das Skore auf 8:2. Trotz des deutlichen Resultats gab es viele Strafminuten, was Coach Tibor Kapanek nach dem Spiel deutlich ansprach: „Mit unserer Spielweise generell und dem gezeigten Kampfgeist bin ich an sich zufrieden. Die Mannschaft hat in beiden Spielen ihren Charakter gezeigt. Aber die vielen Strafminuten am Sonntag dürfen uns in einem Final nicht passieren. Das müssen wir im nächsten Spiel unbedingt verbessern.“
Die Mannschaft überzeugte an diesem Wochenende vor allem durch ihre Arbeit in der eigenen Zone, das schnelle Umschalten und das starke Unterzahlspiel. In den entscheidenden Momenten agierten die Rebells als geschlossenes Kollektiv und liessen sich auch von kleinen Rückschlägen nicht aus dem Konzept bringen. Dennoch bleibt die Disziplin ein Thema, das im Hinblick auf das dritte Spiel verbessert werden muss.
Routinier Patrick Döbeli ordnete die Ausgangslage nach dem Wochenende ein: „Wir haben den Grundstein gelegt, aber die schwerste Arbeit liegt noch vor uns. Sierre wird alles daransetzen, die Serie zu drehen. Wir müssen weiter fokussiert bleiben und unser Spiel durchziehen.“
Mit dem 2:0 in der Serie haben die Oberwil Rebells eine hervorragende Ausgangsposition geschaffen. Das dritte Spiel findet am kommenden Samstag um 14.00 Uhr in der Sika Rebells Arena statt. Es ist zugleich der erste Matchball für die Zuger zur Titelverteidigung.
Neben der ersten war auch die zweite Mannschaft der Rebells im Einsatz. Das Team um Spielertrainer Fabian Elsener gewann das dritte und entscheidende Spiel im Kampf um den Meistertitel gegen den SHC Martigny gleich mit 11:3. Der Meister der zweithöchsten Liga heisst somit nach zwei Jahren Pause erfreulicherweise wieder Oberwil Rebells 2.