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Penalty-Sieg in Grenchen


Mo, 06.12.2021

Spitzenkampf in der Nationalliga A

Im direkten Duell um den zweiten Zwischenrang in der Tabelle, trafen die Oberwil Rebells am letzten Sonntag auf den SHC Grenchen-Limpachtal. 

Das Spiel beginnt, nachdem der Schneefall beim Aufwärmen zwischenzeitlich nichts Gutes verhoffen liess, in ganz passablem Regen. Sofort wird klar, dass dieses Spiel zu einer Schlacht mutieren wird. Das kleine Feld in der Uhrenstadt hält was es verspricht, zahlreiche Zweikämpfe, harte Checks, grosse Emotionen und viele Unterbrüche dominieren das Spielgeschehen im Startabschnitt. Nach gut fünf Minuten ist der Berner Tristan Jenni, derjenige dem es gelingt die erste grosse Unachtsamkeit der Zuger auszunutzen. Mutterseelen allein vor dem Tor wird er angespielt und eröffnet das Skore zu Gunsten des Heimteams. Unter anderem Andrea Pagano ist es zu verdanken, dass dies das einzige Gegentor im ersten drittel bleibt. Der junge Torhüter zeigt, wie schon in den Wochen zuvor, dass er absolut im Stande ist das Team auch unter Beschuss im Spiel zu halten. «Es ist zwar ärgerlich, dass wir es in den letzten Spielen nicht zu Stande bringen von Beginn wach zu agieren und schon wieder früh in Rückstand geraten sind, dennoch bin ich froh, konnte ich meine Leistung abrufen, um dem so Team zu helfen», erklärt Pagano nach dem Spiel.

Erfreulicher als das erste Drittel präsentiert sich für die Zuger die eigene Aufstellung. Zwar fehlen mit Rohdewald, Döbeli, Iten und Cioffo immer noch vier Stammkräfte, trotzdem verkürzt sich die Verletztenliste mit den beiden Rückkehrer Thomas Hohl und Raphael Enzler doch merklich. Der Erstgenannte der beiden tritt dann im zweiten Abschnitt zum ersten Mal richtig in Erscheinung. Leider auf eine Art und Weise, wie sie sich keiner wünscht. Unglücklich muss er zusehen, wie der weit am Tor vorbei platzierte Schuss der Gastgeber, von ihm unglücklich ins leere Tor gelenkt wird. Dieser ärgerliche Gegentreffer funktioniert dann endlich, wie ein lang ersehnter Weckruf. Nur zwei Minuten später schliesst der zweite Rückkehrer Raphael Enzler eine sehenswerte Ballstafette der beiden Youngsters Max Müller und Nick Hlubek zum 1:2 aus Sicht der Gäste ab. Nun dominieren die Zuger das Spiel. Es wird praktisch nur noch in der Platzhälfte der Gäste gespielt, umso ärgerlicher daher die Tatsache, dass kaum ein Abschluss den Weg zum Tor findet. «Das ist eine dumme Angewohnheit, welche sich in letzter Zeit eingeschlichen hat», kommentiert Routinier Yves Stucki und bringt damit auf den Punkt, was sich im Hinblick auf die nächste Cuprunde zu ändern hat.

In den letzten zwanzig Minuten stemmen sich die Oberwiler mit weiteren Druckphasen gegen eine Niederlage. Trotzdem dauert es bis in die 57. Minute bis es gelingt das Spiel auszugleichen. Mit einem wunderschönen Solo tanzt, der zuvor noch vom Pech verfolgte Thomas Hohl, seine Gegenspieler aus, um dann auch noch den Schlussmann Dean Brodard zu bezwingen. Da beide Teams ihre Grosschancen vergeben, das Spiel vorzeitig zu beenden geht es in die fünfminütige Verlängerung.

Weder Grenchen, welches gleich zu Beginn in Überzahl agieren darf, noch Oberwil, das ebenfalls eine Powerplay Möglichkeit erhält, gelingt es in dieser Verlängerung den Schlussstrich zu ziehen. Die logische Konsequenz daraus ist, dass ein Penaltyschiessen die Entscheidung bringen muss. Ein Penaltyschiessen, welches nur dazu dienen sollte, die Stärken des oberwiler Stammtorhüters Sandro Iten zu präsentieren. Er vereitelt alle neun Anläufe der Berner, und avanciert damit neben dem Siegtorschützen Yanick Müller zum Matchwinnner. 

Im letzten Spiel des Kalenderjahres treffen die Oberwil Rebells nächsten Sonntag im Cup auswärts auf den SHC La Chaux de Fonds.

 

 

SHC Grenchen-Limpachtal – Oberwil Rebells 2:3 n.P. (1:0; 1:1; 0:1)

Tore: 5. Jenni (Huber) 1:0. 25. Rindlisbacher (Jenni) 2:0. 27. Enzler (Hlubek) 2:1. 57. Hohl  2:2. 65. Müller Y.  2:3.

Oberwil: Pagano, Iten; Müller Y., Nisevic, Enzler, Müller M., Kapanek D., Hohl, Hlubek, Wolf, Müller T., Stucki, Eberle, Müller K., Hausherr, Zurkirchen, Blättler.

Bericht: Raphael Enzler

 

Autor Tim Müller

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